#zuckerfrei – Mein Ziel: den Zuckerkonsum langfristig reduzieren!

Im Moment kommt man fast nicht an den diversen Zuckerfrei-Challenges vorbei. Und auch Birgit und ich haben beschlossen wieder zu versuchen, endlich vom Zucker los zu kommen! Hauptfokus unserer Aktion ist diesmal Instagram (mich findet ihr hier, Birgit hier), aber ich werde auch hier am Blog ab und zu etwas dazu schreiben, vor allem aber auch Rezepte teilen! Wieso weshalb warum und vor allem wie wir das machen verrate ich euch nun hier in diesem Artikel.

Zuckerfrei Challenge - Süßigkeiten

Warum Zucker schlecht für uns ist

Das Zucker süchtig macht und schlecht für unsere Gesundheit ist, hat ja mittlerweile sogar die WHO zugegeben und ihre Empfehlungen immerhin ein bisschen angepasst. Die Zuckerindustrie ist allerdings nach wie vor sehr mächtig und wir werden am Markt von Produkten mit Zucker überschwemmt. Da noch durchzublicken ist nicht leicht, den Versuchungen zu widerstehen noch schwieriger. Nun wurde ja auch noch dazu die Zuckermarktordnung der EU neu reguliert (darüber habe ich hier geschrieben), was den Markt in Europa mit noch billigerem, noch ungesünderem Zucker, dem berüchtigten „High Fructose Corn Syrup“ überschwemmt.

Ca. 37 Kilogramm reinen Zucker isst jeder von uns Österreichern im Durchschnitt pro Jahr. Ähnlich wie auch Alkohol oder Nikotin gilt Zucker unter Experten schon lange nicht mehr als harmloses Genussmittel, sondern als gesundheitsgefährdender Stoff, der zu Abhängigkeit oder gar Sucht führt. Er dockt im Gehirn im Belohnungszentrum an, und zwar an den gleichen Stellen wie Kokain. Es bereitet dem Körper also Lust, Süßes zu essen. Zusätzlich ist Zucker auch ein Geschmacksverstärker. Diese Kombination ist besonders gefährlich, vor allem da Zucker heutzutage in so vielen Produkten steckt (wo man ihn auch nicht erwarten würde – wie Ketchup, Wurst, Frischkäse, Brot etc.). Außerdem ist Zucker sehr leicht verdaulich, gelangt also schnell ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen – er sinkt allerdings dann genauso rasant wieder unter das Ausgangsniveau, wir kennen das als Heißhunger.

Der Körper braucht durchaus Zucker: er wandelt sogar jegliche Nahrung, die wir ihm zuführen, in Zuckermoleküle um, die er dann für alle Körpervorgänge verwendet. Allerdings kommt es bei der zugeführten Nahrung auf die Menge und Qualität an. Der Zuckerkonsum hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht! Für mich noch weitaus erschreckender: mit durchschnittlich fast 51 Kilogramm pro Jahr verzehren Kinder weitaus den meisten Zucker – durch übersüßte Industrie-Lebensmittel werden sie quasi zu Zucker-Junkies erzogen.

Die Folge: Übergewicht und seine Folgen, Alzheimer, Herzinfarkte, Diabetes und Krebs. Nicht umsonst wird Alzheimer bereits als Diabetes Typ 3 bezeichnet. Unterm Strich fordert Zucker mehr Todesopfer als das Rauchen. Führt man dem Körper permanent zu viel Zucker zu, kommt es mit der Zeit zu suchtartigen Veränderungen des Gehirnstoffwechsels. Stimmungsschwankungen, Druck- oder Spannungsgefühle im Bauch, Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, Nervosität und Unruhezustände gelten als Warnsignale für eine Zuckersucht. Außerdem natürlich häufige Lust auf Süßes, regelmäßiges Naschen zwischendurch, wiederkehrende Lust auf Fruchtsäfte etc. Am besten lassen sich die Auswirkungen des Zuckers in Entwicklungs- und Schwellenländern beobachten: der zunehmende Wohlstand kurbelt den Verzehr von Zucker besonders an. Parallel dazu steigt auch die Zahl der westlichen Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Störungen. (Was ich zum Beispiel auch nicht wusste: mittlerweile gibt es weltweit bereits 30 Prozent mehr übergewichtige als unterernährte Menschen!)

All dies gilt für jegliche Art von Zucker, also weißen Zucker, braunen Zucker, Sirup, alle möglichen Süßungsmittel in Fruchtsäften etc. Zucker versteckt sich auf den Zutatenlisten hinter vielen Bezeichnungen, als Faustregel gilt alles was mit -ose endet, ist ziemlich sicher ein Zucker (Glucose, Fructose…) und auch „Sirup“ deutet meist auf Zucker hin. Der in Obst von Natur aus enthaltene Zucker ist dagegen harmlos und kann ohne Bedenken verzehrt werden. (siehe auch mein Artikel über Fruktose)

Photo by Brooke Lark on Unsplash

Meine persönlichen Ziele Richtung Zuckerfrei

Meist schaffe ich es ja ganz gut, meinen Zuckerkonsum unter Kontrolle zu halten – auch, wenn ich aus ganzem Herzen ein Zuckergoscherl bin! War ich immer schon, Süßes schmeckt mir einfach immer besser als Salziges. Ich kann aber gut eine Tafel Schokolade daheim haben und das über mehrere Wochen. Ich esse ein (oder zwei) Stück und bin zufrieden. Verbiete ich mir allerdings Süßes, werde ich zum Monster und stopfe unkontrolliert in mich hinein.

Nun hat sich das mit dem moderaten Süßkonsum in der Weihnachtszeit aber doch etwas verändert. Statt „jeden Tag ein Stück Süß“ ist es eher ein „mehrmals am Tag mehrere Stücke Süß“ geworden. Das möchte ich wieder ändern! Mein Ziel ist, maximal einmal am Tag zugesetzten Zucker zu mir zu nehmen – sei das nun das Löfferl Ahornsirup im Kaffee oder ein Stück Schokolade. Klar, das klingt immer noch genug und ist weit entfernt von „Zuckerfrei“, aber wenn ich ihn mir komplett verbiete, dann möchte ich ihn eben nur umso mehr. Und dann mache ich das, was weithin bekannt ist als „Binge Eating“ – ich stopfe unkontrolliert in mich hinein, weil ich darf ja nicht. Für mich funktioniert also wirklich der Ansatz „alles in Moderation“, wie ich es hier ja schon seit Jahren schreibe.

#suchtdasfit – unsere Instagram-Challenge

Zuckerfrei Challenge

Daher habe ich wie anfangs schon erwähnt mit Birgit auf Instagram eine 12-Wochen-Challenge gestartet! Wieso 12 Wochen? Weil langfristige Änderungen Zeit brauchen und nicht von heute auf morgen von statten gehen. Ein Monat ohne Zucker ist nett, ist auch ganz gut machbar. Aber was dann? Reduziert man den Zuckerkonsum allerdings über 3 Monate, ist die Wahrscheinlichkeit die Änderungen beizubehalten schon höher.

Es gibt ja Menschen wie mich, denen man etwas verbietet, und dann wollen sie es erst recht. Und dann gibt es jene, denen man es verbieten muss, sonst kommen sie nicht davon los. Ich gehöre wie schon gesagt zu Ersteren, Birgit zu Letzteren. Wir haben uns auf daher Instagram zusammen getan und die kommenden 12 Wochen mit jeweils einem Thema/Vorsatz/Aufgabe versehen. Gemeinsam geht es einfacher, daher lasst uns doch wissen, wenn ihr mitmacht! Hier in den Kommentaren, per e-mail oder auch auf Instagram (vergesst nicht, uns zu taggen und die Hashtags #suchtdasfit und #zuckerfrei zu verwenden, damit wir eure Postings auch finden!) Wir werden jede Woche auch eure Postings und Tipps featuren, damit wir alle voneinander lernen und profitieren können! Ich freu mich drauf!

Mehr lesen

Es gab hier am Blog ja schon einmal eine Zuckerfrei-Challenge, einige häufige Fragen habe ich hier beantwortet. Auch anderswo habe ich schon über das Thema geschrieben: Fünf Tipps um den Zuckerkonsum zu reduzierenFünf Alternativen zu weißem Zucker, Kleine Nothelfer gegen den Heißhunger und der Dauerbrenner 3 zuckerfreie Desserts in 10 Minuten.

Also, wer macht mit?

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