Happy – wie du als Mama nicht untergehst #selbstliebe

Die letzten Wochen waren hier sehr hart (u.a. laufen ja die Vorbereitungen für Winter Fit auf Hochtouren!) – ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau: mein Mann ist durch Schichtdienst und Elternteilzeit immer viel bei uns, und wir genießen es in vollen Zügen (wir haben uns hier für mehr Zeit gemeinsam, an Stelle von mehr Geld entschieden). Er hilft mir also auch viel, wir teilen uns den Haushalt und die Kinderbetreuung gut auf und jeder hat auch mal etwas Zeit für sich alleine und seine Hobbys. (An der Zeit alleine zu zweit arbeiten wir noch, aber die einzig verfügbare Oma braucht immer eine Weile, bis sie sich drüber traut – aber auch das wird kommen) Jedenfalls wurde mein Mann im August an der Schulter operiert, der Arm war dann 6 Wochen lang ruhig gestellt und auch mit dem anderen Arm durfte er nichts schwereres heben. Meine Hilfe war also futsch und brauchte selbst ein bisschen Pflege. Mittlerweile ist die Ruhigstellung aufgehoben, die Muskeln aber verkümmert und Gelenke verwachsen, es braucht also noch etwas Zeit, bis er wieder 100%ig einsatzfähig ist. Aber es geht bergauf.

Jedenfalls habe ich in dieser Zeit gemerkt, wie meine Batterien schnell immer leerer und leerer wurden. Und es hat mir wieder bewußt gemacht, wie wichtig es ist, diese Batterien auch im Alltag oft aufzuladen! Klar, als Mama kann man nicht jedes Monat ein Wochenende im Spa verbringen (#dreams) oder jede Woche zur Massage gehen (jedenfalls nicht so einfach und ohne Hilfe). Oft reichen aber schon kleine Auszeiten und „Special Treats“ im Alltag aus, um wieder ein kleines bisschen Energie und Freude ins Leben zu bringen. Nachdem ein Teil des Blognamens ja „Happy“ ist, die Blogartikel dazu aber eigentlich zu kurz kommen, dachte ich das wäre ein guter Anlass.

Wege sich selbst etwas Gutes zu tun gibt es viele, und sie können von Person zu Person ganz unterschiedlich sein. Hier sind jedenfalls meine Dinge oder Momente, die mir gut tun:

  • Kochen / Backen
    Keine große Überraschung eigentlich. Kürzlich habe ich wo gelesen, dass Kochen erdet und ein bisschen etwas von Meditation hat. Man bekommt den Kopf frei, arbeitet mit den Händen, und hat am Ende ein leckeres Essen (oder sogar Kuchen). Vorzugsweise zum Zweck der Entspannung alleine, wenn es sein muss kann ich diesen Punkt aber sogar mit den Kindern machen.
  • Bewegung
    Sei das nun richtig Sport oder einfach nur ein Spaziergang an der frischen Luft – wenn ich mich bewege, fühle ich mich besser. Ein Glück, dass man auch diesen Punkt mit den Kindern machen kann – sogar halbwegs entspannt (kennt ihr das auch, sobald ihr draußen seid, ist die Stimmung von allen besser? Bringt mich gleich zum nächsten Punkt…)
  • Natur
    Auch die Natur erdet und füllt unsere Energiespeicher. Ein Spaziergang im Wald, Wolken beobachten, sogar schon ein Besuch am Spielplatz hilft mir manchmal.
  • Arbeiten
    Ja ehrlich, ich mag das. Ich bin ja gerade noch in Karenz und meine Arbeit ist dieser Blog hier mit allem drum und dran (und ein paar andere bezahlte Schreibarbeiten). Ich arbeite gerne daran und bin mit Freude bei der Sache. Wenn ich also Zeit dafür habe, und etwas geschafft bekomme, dann macht mich das glücklich und zufrieden!
  • Handarbeiten / Malen
    Und noch einmal etwas, wofür ich meine Hände gebrauchen kann. Ich habe immer schon gerne gestrickt und gehäkelt, und mache das auch jetzt noch. (Aktuell häkle ich ein Einhorn für Helena, aber pst!) Auch gemalt habe ich immer schon gerne und bekomme dabei den Kopf so richtig frei (Auch hier arbeite ich aktuell an einem Projekt, mehr dazu bald!)
  • Lesen
    Und damit meine ich nicht online, keine Blogs, schon gar keine Zeitung. Ein richtiges Buch. „Lesen ist Abenteuer für den Kopf“ heißt es so schön. Beim Lesen bin ich in einer anderen Welt, meine Gedanken sind ganz beim Buch und ich bekomme so den Kopf „frei“ von meinen Problemen und meinem Stress.

Das sind die „Großen“ Dinge, für die es etwas mehr Zeit braucht. Geht sich gar nix davon aus reicht es für mich manchmal auch zu sagen: „So, Mama braucht jetzt ein paar Minuten für sich“, mir einen Kaffee zu machen und drei Schlucke davon warm zu trinken. Oder kurz in mein Telefon zu schauen um bunte Bilder auf Instagram anzusehen. Oder eine warme Dusche.

Egal was es ist, wichtig finde ich einfach, das wir nicht auf uns selbst vergessen. In Zeiten von Baby Tragen, Stillen nach Bedarf, Familienbett, Attachment Parenting etc. wird (glücklicherweise!) sehr viel auf das Befinden der Kinder geschaut. Leider wird oft auf jenes der Eltern vergessen. Das Thema Selbstliebe ist momentan im Netz sehr präsent,  viele Mamas haben sich schon Gedanken dazu gemacht. Ich habe ein paar Artikel dazu zusammen gesucht, wer also mehr lesen möchte, bittesehr (und unter dem #selbstliebe gibt es noch viel viel mehr!):

Danke an all die tollen Ladies für ihre Ideen und Gedanken zu diesem Thema! Meine Batterien sind jedenfalls wieder etwas mehr gefüllt.

unterschrift

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Ulli,
    danke für diesen wichtigen Artikel, die guten Tipps und Links! ❤
    Ich finde es manchmal so schwer, zu entscheiden, welches meiner Bedürfnisse grad wichtiger ist, wenn sich eine kleine Pause bietet… Schlafen oder in Ruhe gut Kochen und essen, etwas wichtiges erledigen, was mich sonst unerledigt stresst oder lesen oder einfach nur rumdaddeln (auch manchmal so wichtig!)…? Insgesamt müsste ich definitiv viel früher ins Bett um die durchstillten Nächte besser zu verkraften, andererseits genieße ich es am Abend so sehr, wenn endlich Ruhe in der Wohnung ist und ich Wachzeit für mich habe…
    Wahrscheinlich muss das einfach immer wieder von neuem entschieden werden…
    Ich freu mich auf jeden Fall auf die Winterfit-Challenge, das ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt Richtung Selbstfürsorge für mich!
    Alles Liebe von Nadja

    • Liebe Nadja, ja das kenn ich auch, entscheide mittlerweile wirklich einfach spontan, was mir in diesem Moment gut tun würde! Ich freu mich sehr, dass du beim Winter Fit dabei bist. Alles Liebe inzwischen, Ulli

  2. Liebe Ulli,
    danke für diesen tollen Artikel! Auch ich finde es sehr wichtig, dass man als Mutter nicht vergisst, auf sich selbst zu achten. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass man das nicht aus purem Egoismus tut, sondern dass es der ganzen Familie zugute kommt. Nur, wenn es der Mama gut geht, geht es den Kindern gut (und dem Papa auch irgendwie ;-) ).
    Wie du schreibst, ist es eine sehr individuelle Sache, was einem jetzt eigentlich genau gut tut. Ich gebe in meinem Blogpost einen Überblick über Techniken, wie das herausfinden kann: http://www.kraftvollmama.de/selbstfuersorge-teil-3/
    Vielleicht ist das auch für dich und deine LeserInnen interessant?
    Liebe Grüße
    Lena