{Family} Ein ganzes Jahr zu Viert

Nun sind wir schon mehr als ein ganzes Jahr zu Viert, und ich schulde euch noch den Abschuss meiner monatlichen Serie über die Entwicklung der Kinder und unser Zusammenleben als Familie. Daher reiche ich das heute nach und beende dieses Kapitel hier am Blog! Monatliche Updates machen im ersten Lebensjahr am meisten Sinn, daher wird es sie nun nicht mehr in dieser Form geben. Wer sie verpasst hat: alle von Oliver bzw. auch die von Helena gibt es hier auf der Baby-Seite zum Nachlesen. (Und ein bisschen was zu den Geburtstagsfeiern meiner Beiden im Sommer gibt es hier und hier.)

Der große Bruder

Oliver ist ja im Sommer schon 3 Jahre alt geworden und geht seit September in den Kindergarten. Er redet wie ein Wasserfall und interessiert sich für so viele Themen. Immer noch stehen Ballspiele hoch im Kurs, er kann sich aber auch ein paar Minuten ruhig hinsetzen und Puzzle bauen, mit uns Spiele spielen (UNO Junior* steht hoch im Kurs) oder Bücher lesen. Die Windel braucht er nur noch nachts, das ging von heute auf morgen und noch dazu ziemlich verlässlich.

Ich bin unglaublich stolz auf meinen kleinen Sohn! Er hat ein so offenes, freundliches Wesen und fügt sich in jede Gruppe gut ein. Er geht auf andere zu, ist schüchtern, aber doch auch mutig und schafft es immer wieder um sich herum gute Laune zu verbreiten. Klar, er bringt mich auch manchmal (oft) auf die Palme, hat seine Autonomiemomente und testet unsere Grenzen. Aber er lässt sich relativ gut „abholen“ aus diesen Momenten und wir reden viel über seine und unsere Gefühle, was gut hilft wie ich finde.

Seine kleine Schwester liebt er sehr! Sie wird nun langsam zu einem kleinen Spielkameraden, was natürlich zu Konfliktpotenzial führt, aber damit rechnet man als Eltern ja bei mehreren Kindern :-)

Die kleine Schwester

Nun ist mein zweites Baby auch schon kein Baby mehr! Das Jahr ist wieder unglaublich schnell vergangen und wie durch ein Augenzwinkern ist dieses kleine, hilflose Wesen eine richtige Persönlichkeit geworden. Kurz vor ihrem ersten Geburtstag hat sie begonnen aufzustehen und an der Hand zu gehen. Das hat sie bis heute beibehalten. Sie ist generell viel vorsichtiger als ihr großer Bruder. Sie testet was sie kann, aber immer mit Bedacht. So hat sie sich noch nie weh getan, ist nie einfach umgefallen. Sie hat sich aus dem (teilweise freien) Stand immer langsam wieder auf den Popo gesetzt. Das heißt allerdings nicht, dass sie weniger mutig ist, weniger abenteuerlustig. Sie macht es einfach auf eine andere Weise.

Sie fängt anscheinend auch sehr früh zu sprechen an. Seit Monaten sagt sie „Dake“ für Danke, wenn man ihr etwas gibt oder sie etwas haben will. Mittlerweile auch Papa und Mama, „Gigi“ für alle Tiere (wobei die Hunde nun schon eher wie „Wauwau“ klingen). Ja kann sie auch sagen, für Nein schüttelt sie den Kopf. Ich bin ja gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird. Und ich freue mich ehrlich darauf! Es ist einfach wirklich alles einfacher, wenn man sich mit seinem Kind unterhalten kann, bzw. es sagen kann, was genau es will.

Das Schlafen ist leider immer noch ein leidiges Thema hier. Unter tags schläft sie meist 1x mittags. Wie und wann sie einschläft ist sehr unterschiedlich, meist mit Stillen oder im Kinderwagen, oft erst gegen 14 Uhr. Wie lange sie schläft kann man auch schlecht vorhersagen. Wenn alles gut geht um die 2 Stunden (die bräuchte sie eigentlich immer). Abends schläft sie auch mit Stillen ein und wird mehrmals pro Nacht munter. Sie will dann nuckeln und in schlechten Nächten nuckelt sie gefühlt die ganze Nacht. Zwei gute Nächte gab es, da hat sie jeweils einmal 6h am Stück geschlafen. Sie KANN es also. Das gibt mir Hoffnung :-)

Essen wird immer besser! Unter tags stillen wir mittlerweile gar nicht mehr (rund um den 1 Geburtstag war es manchmal noch 1x, maximal). Sie isst manche Tage viel, manche wenig, und immer etwas anderes. Am besten natürlich das, was auch ihr großer Bruder isst. Das Stillen abends und in der Nacht werden wir wohl nicht so schnell aufhören – ich habe das Gefühl, sie holt sich dann ihre „Mama-Zeit“, die sie als zweites Geschwisterchen einfach weniger und in anderer Form bekommt als ein erstes Kind. Aber ich kann mich täuschen, vielleicht überrascht sie mich. Wir werden sehen. In schwachen Momenten möchte ich sofort abstillen, habe Angst, dass die Stillbeziehung noch jahrelang dauert (wobei diese Angst eigentlich nur aufgrund von blöden Kommentaren von außen entsteht – wenn es für beide passt, finde ich Langzeitstillen super!). Die meiste Zeit über aber passt es für mich gut, ich genieße die Kuschelzeit, genieße die Hormone (die meine Endometriose ein bisschen im Zaum halten) und mein „Baby“.

Wir als Familie

Ein Beitrag geteilt von Ulli (@fitgluecklich) am

Den Sommer über hatten wir ja noch etwas mehr Familienzeit als sonst (alles über unseren Urlaub in Spanien könnt ihr hier nachlesen). Wir sind im letzten Jahr zu viert zusammen gewachsen und haben viel erlebt. Als Eltern ist es einfach unglaublich schön dieses starke Band zwischen den Geschwistern zu beobachten. Auch, wenn sie manchmal streiten. Wir sind als Familie „angekommen“ und freuen uns auf alles was noch kommt!

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