{Family} 11 Monate mit 2 Kindern

Das vorletzte Mal, dass ich diese Kolumne schreibe – dann ist schon ein ganzes Jahr vergangen und ich werde hier wieder etwas ändern. Was, das weiß ich noch nicht genau, das sag ich euch nach dem Sommer :-) Nun sind wir also tatsächlich schon 11 Monate zu viert, die beiden Geschwister wachsen immer mehr zusammen und langsam kommt Helenas Persönlichkeit so richtig schön zur Geltung!

Der große Bruder

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Oliver ist ja mittlerweile ein richtiges Kleinkind. Er will vieles alleine machen, und dann fällt er wieder ins Babyschema und will getragen werden. Oder ich muss Sachen für ihn machen, die er mit Sicherheit schon kann (wie Schuhe ausziehen). Pünktlich rund um den dritten Geburtstag ist auch die Trotzphase zurück, nur etwas anders als vorher. Nicht mehr so laut, sondern eher leise. Er ignoriert uns und unsere Wünsche teilweise einfach und schaut, was passiert. Das ist gar nicht so leicht, schimpfen bringt meistens gar nichts und ich versuche einfach viel mit ihm zu reden. Warum er bestimmte Dinge tut, warum er nicht hört, wenn wir was sagen. Manchmal nicht einfach, ich schimpfe also auch. Falls jemand eine gute Lösung hat, immer nur her damit.

Was wir derzeit oft gefragt werden: Und, ist er schon sauber? Nein, ist er nicht, trotz Wickeln mit Stoffwindeln. Die will er nämlich schon länger nicht mehr, er will lieber „die weichen Windeln“, wie er sie nennt. Klar, die Stoffwindeln werden ja nass und sind sicher unangenehmer. Ich möchte allerdings nicht darauf bestehen, dass er sie tragen muss. Er soll selbst entscheiden, jedes Kind ist noch sauber geworden. Es hat ja auch schon sehr gut funktioniert, bevor Helena kam und er wie sie wieder gewickelt werden wollte. Alles normal, jedenfalls hab ich das so nachgelesen :-) Im Garten kann er es auch gut ohne Windel, ich bin also zuversichtlich, dass wir auch dieses Kapitel in den nächsten Monaten mal abschließen können (spätestens im Herbst im Kindergarten, wo fast alle Kinder aufs Klo gehen! Ich denke da wird er dazugehören wollen und die Windeln wieder den Babies lassen)

Ansonsten lachen wir viel mit ihm, es ist ohnehin bald eine neue Ausgabe von Kindermund fällig. Er liebt es auch, uns zum lachen zu bringen und mit seinen Freunden Blödsinn zu machen und aus vollem Hals zu lachen. Ein richtiger Sonnenschein (wie passend, dass er sich als sein Zeichen im Kindergarten die Sonne ausgesucht hat – eindeutig mein Kind!) Seine Phantasie ist auch sehr groß, er denkt sich Geschichten aus, baut Höhlen und spielt Indianer in seinem Tipi.

Die kleine Schwester

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Noch so ein kleiner Sonnenschein, auch sie lacht gern und viel! Sie ist außerdem unglaublich freundlich, sie sagt zwar noch nicht Mama, aber Danke (ok, streng genommen sagt sie „Dake“, aber trotzdem). Wenn sie also auf mich zurutscht, mir ihre kleine Hand mit einem Spielzeug entgegen streckt und „Dake Dake Dake“ ruft, dann will sie es mir geben. Und ich merke, wir haben sehr oft dieses Spiel mit ihr gespielt: ihr etwas gegeben und Bitteschön gesagt, und Danke wenn sie es zurück gegeben hat. So wurde sie zum freundlichsten Kind der Nachbarschaft, haha. Angeblich sagt sie auch Mama, aber immer nur, wenn ich nicht dabei bin.

Dieses rutschen, von dem ich oben geschrieben hab, ist übrigens ihre Art zu krabbeln. Wie ein kleiner Affe rutscht sie am Popo durch die Gegend, und das ziemlich schnell. Im Liegen dreht sie sich flugs auf den Bauch und wippt auch oft im Vierfüßlerstand herum, ob sie noch krabbeln wird werden wir sehen. Sie kommt ja so auch überall hin. Und mittlerweile zieht sie sich auch hoch, wobei es bis zum Stand noch selten reicht (am ehesten direkt auf mir). Auf mir ist ohnehin ihr liebster Ort, der zweitliebste wäre dann neben mir.

Dort verbringt sie auch nach wie vor ihre Nächte, wenn ich nicht aufpasse fröhlich an meiner Brust nuckelnd, die ganze Nacht lang. Wenn ich aufpasse (sprich nicht vorher einschlafe) kann ich (manchmal) meinen Nippel aus ihrem Mund befreien und mich bequemer hinlegen. Meist wacht sie dann allerdings nach spätestes 30 Minuten auf und das Spiel beginnt von vorne. Die Nächte sind also weiterhin sehr turbulent. Unter Tags schläft sie dafür fast immer ohne Brust ein, wir forcieren hier das Einschlafen mit dem Papa. Mal neben ihm im Bett, mal im Kinderwagen. Sie kann es also, nun müssen wir es nur noch auf die Nacht umlegen.

Unter tags stillen wir immer unterschiedlich oft, meist so 2-3 Mal. Sie isst allerdings nun endlich mehr, wenn auch immer noch weniger als Oliver damals, aber ich denke das könnte so bleiben. Auch ihre liebsten Nahrungsmittel unterscheiden sich von seinen damals: mochte er am liebsten Avocado und Heidelbeeren, präferiert sie nun Wassermelone und alle Arten von Fleisch. Bin ja gespannt, wie das hier weiter geht! Außerdem liebt sie Quetschbeutel, an denen saugt sie sogar (was sie am Fläschchen nicht macht). Gut, dass ich nach wie vor die wiederbefüllbaren habe, die kommen jedenfalls immer noch häufig zum Einsatz.

Die Mama

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Mein erstes Karenzjahr ist ja nun schon fast vorbei, und ich bin soooo froh, diesmal zwei Jahre daheim bleiben zu dürfen! Ich arbeite ja ohnehin nebenbei recht viel online, mir wird also nicht langweilig. Aber ich merke auch, wie sehr mich die Kinder und vor allem Helena noch brauchen. Da bin ich täglich dankbar, in einem Land zu wohnen, in dem es möglich ist daheim zu bleiben.

Jetzt im Sommer geht es mir ohnehin immer sehr gut, die Sonne scheint und ich genieße alles an der warmen Jahreszeit!!

Das wars auch schon wieder mit meinem Statusbericht, ab nun wird es etwas ruhiger am Blog, mehr dazu aber am Freitag.

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