Ich bin dankbar! Und deshalb glücklicher

Ich schreibe hier sehr viel über Sport und gesunde Ernährung – der „Fit“ Teil vom Blognamen wird also regelmäßig abgedeckt. Übers Glücklich sein schreib ich allerdings schon seltener, obwohl das natürlich auch immer irgendwie mit dabei ist.

Ein großer Faktor zum Thema Glück ist die Dankbarkeit – je dankbarer man ist für das was man hat, desto glücklicher ist man auch. Dankbarkeit hat auch nachweislich positive Auswirkungen auf Fitness und Gesundheit (mehr darüber hab ich hier schon mal geschrieben, Punkt 14). Ich hab schon vor einigen Jahren begonnen, achtsamer durch meinen Alltag zu gehen und für die kleinen Dinge in meinem Leben dankbarer zu sein. Sei es durch einen Dankbarkeits-Adventkalender oder durch die 100 Happy Days Challenge, die ich in meiner ersten Schwangerschaft gemacht habe.

dankbarkeit

Vergleiche und Neid

Im Alltag erwische ich mich oft, wie ich mich mit anderen vergleiche. Viele haben ein Haus mit Garten – ach das hätte ich auch gerne. Tolle Urlaube, mehr Geld – irgendwas gibt es immer, um das man die anderen beneidet. Man sieht aber selten alle Aspekte, und auch die anderen Menschen haben Probleme. Man fokussiert also beim Vergleichen oft auf eine einzige positive Sache bei anderen, ohne zu berücksichtigen, das die Menschen ziemlich sicher auch negative Punkte in ihrem Leben haben, die man vielleicht auf keinen Fall auch haben oder durchleben möchte. Viel besser ist es also, auf etwas anderes zu fokussieren: nämlich auf die positiven Dinge im eigenen Leben!

Man trainiert damit das Gehirn automatisch mehr positives wahrzunehmen. Mit Kind ist das ohnehin nicht so schwer – da gibt es einfach so viele schöne Alltagsmomente, die einem vor Augen führen, was man alles hat. Aber auch ohne Kind ist das natürlich gut möglich und kann trainiert werden. Anfangs fällt es schwer, doch mit der Zeit fallen einem immer mehr positive Kleinigkeiten auf – das Zwitschern der Vögel, das nette Lächeln von einer Fremden auf der Straße, ein netter Kommentar einer Verkäuferin, die Sonnenstrahlen die auf der Nase kitzeln, ein besonders gutes Essen… ihr seht, das sind wirklich oft kleine Dinge die einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern können. Und wenn sie das tun, sollten sie bewußt wahrgenommen werden, um das gute Gefühl länger zu erhalten bzw. auch später wieder abrufen zu können. Und je mehr solcher positiven Kleinigkeiten man aktiv wahrnimmt, desto glücklicher fühlt man sich in Summe!

Wofür ich heute dankbar bin

Happy Toes!! #nails #smiley

Als kleines Beispiel möchte ich euch hier aufschreiben, wofür ich an diesem Tag heute dankbar bin:

  • die Stunde, die wir heute länger geschlafen haben
  • den Hund, der das quengelnde Kleinkind ablenkt und zum Lachen bringt
  • die Sandkiste in unserem kleinen Hof – auch hier steigt die Stimmung sofort von Null auf Hundert
  • die gute Freundin, die mich versteht
  • die Straßenbahn, die gerade einfährt, als ich bei der Station ankomme
  • die Erkenntnis, das ich die Torte von der Familienfeier vom Vortag eigentlich gar nicht essen möchte, und sie daher mit Freuden dem Mann überlasse (und so Zucker und den Zuckercrash danach einspare ;-))
  • die 2h Ruhe, während der Bub schläft
  • die Sonne, die in unser Schlafzimmer und mein „Arbeitseck“ fällt
  • die Motivation, mit der ich meine To-Do Liste heute angehe
  • mein Mann, der unseren Sohn zum Lachen bringt

Ihr seht, da kommen so viele kleine Momente während eines Tages zusammen!! Alles Kleinigkeiten, aber bewußt wahrgenommen fühlt man sich so auf jeden Fall glücklicher.

Wie sieht es bei euch aus? Vergleicht ihr euch auch gerne mit anderen? Und nehmt ihr Glücksmomente im Alltag bewußt wahr?

unterschrift

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich vergleiche auch manchmal, meist aber das, was Leute tun, mit dem, was ich tue. Dann wirke ich immer, als würde ich zu wenig/nicht gut genug arbeiten.
    Aber manchmal bin ich auch einfach glücklich und suche in allem etwas positives. Heute zum Beispiel freue ich mich, dass morgen Sportunterricht ausfällt, obwohl ich dann immer noch 10h Unterricht mit Deutscharbeit habe ;)
    Liebe Grüße

  2. Liebe Ulli,
    du sprichst da etwas ganz wichtiges an! Ich tappe auch zu oft in die Vergleichs-Falle und schätze nicht genug, was ich alles habe. Da muss man sich echt immer und immer wieder dran erinnern.
    Mir hat vor einiger Zeit auch mal jemand gesagt, dass es bei der Dankbarkeit noch um mehr geht, als die Glücksfälle des Alltags zu sehen, denn eigentlich müssten wir in Europa doch alle von unserer Grundstimmung her dankbar und glücklich sein aufgrund unserer privilegierten Lebensumstände. Das sehen wir ja auch alles als selbstverständlich an aber eigentlich könnte man sich täglich freuen darüber, dass man in einem Land lebt, wo Frieden, Demokratie und Rechtsstaat herrschen, wo es uns als Frauen so gut geht, wie noch nie, dass wir (ganz abgesehen von schöner Wohnung) überhaupt ein Dach über dem Kopf haben, genug zu Essen (und dann auch noch lecker und gesund), medizinische Versorgung. Worüber ich mich auch zu selten freue: Dass ich schmerzfrei bin, gesund, mich bewegen und Sport betreiben kann, dass ich sehen, schmecken, riechen kann usw usf. Das wissen wir ja alles oft erst dann zu schätzen, wenn wir es verloren haben.
    Danke für den schönen Denkanstoß, da starte ich gleich ganz beschwingt in die neue Woche :-D
    Alles Liebe,
    Elisabeth

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