{Zuckerfrei Challenge} FAQs

Na, wie gehts euch bisher ohne Zucker?? Mir eigentlich sehr gut, ich hab schon einige Male den täglichen Versuchungen widerstanden und mich dabei gut gefühlt. Auch mit Kreislauf und Übelkeit komm ich gut zurecht ohne Zucker, wer weiß, vielleicht wird beides ja ganz ohne Zucker sogar wieder ganz problemlos?! Einen täglichen Bericht gibts übrigens auf Facebook.

Ca. 37kg reinen Zucker essen wir pro Jahr (siehe auch hier), bzw. Kinder angeblich noch mehr mit ca. 50 kg (hier). Dieser hohe Zuckerkonsum bleibt nicht ohne Folgen: es gibt heutzutage viel mehr Fälle von ADHS als früher, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes sind am Vormarsch, Krebs, Darmprobleme oder auch nur „Kleinigkeiten“ wie Haut- und Haarprobleme – das alles lässt sich auf den Zuckerkonsum zurückführen. Aber warum wir das hier alle machen wissen wir ja glaube ich – heute gehts darum einige häufige Fragen zu beantworten:

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Zuckerfrei und Gewichtsabnahme

Die häufigste Frage bei so einer Challenge ist wohl: werde ich dadurch Gewicht verlieren? Das kommt darauf an. Grundsätzlich würde ich sagen ist das nicht unwahrscheinlich, das kommt aber sehr auf dein Ausgangsgewicht an, deine derzeitigen Ernährungsgewohnheiten, dein Aktivitätslevel etc. Jemand der viel wiegt, sehr ungesund isst und sich nicht bewegt, wird eher abnehmen, als jemand der sich ohnehin schon gesund ernährt, ein gutes Gewicht hat und viel Bewegung macht. Außerdem kommt es natürlich darauf an, was gegessen wird. Man kann auch zuckerfrei zu viel essen und auch ungesund – viel ungesundes Fett etc., es geht bei der Challenge ja nur um Zucker. Auch wenn man Tonnen an Obst isst, wird man wohl eher nicht abnehmen. Also: möglich ist es, aber sehr individuell.

Nebenwirkungen

Die häufigste Nebenwirkung bei Zuckerreduktion sind Kopfschmerzen. Die ersten paar Tage also bitte keine Sorgen machen, das ist normal. Viel Wasser trinken hilft ein bisschen, aber das ist wie beim Rauchen aufhören – der Körper vermisst deine „Droge“, wenn er die nicht mehr bekommt reagiert er mit Entzugserscheinungen. (Zucker spricht im Gehirn die selben Regionen an wie die gängigen Drogen – und er macht damit genauso abhängig wie diese. Falls ihr dazu mehr Infos wollt: hier gibts ein interessantes Video, ein Vortrag an der University of California über dieses Thema, das schon mehr als 4 Mio.x angeklickt wurde!)

An den ersten Tagen kann es auch zu Energieverlust kommen, der Körper muss sich erst an die geänderte Energiezufuhr gewöhnen. Du kannst auch mehr oder weniger Hunger haben, da reagiert jeder Körper anders. Mehr Durst ist auch eine häufige Nebenwirkung und leider auch Stimmungsschwankungen – siehe wieder die Sache mit den Zigaretten.

Erschreckend, das Zucker so viel auslösen kann oder? Die Challenge wird aber auch positive Nebenwirkungen bringen: Nach ein paar Tagen hat sich der Körper an die Änderung gewöhnt, die Verdauung wird sich verbessern, du wirst wieder klarer denken können und weniger Heißhunger auf Süß haben.

Was kann ich tun, um die Challenge erfolgreich zu beenden?

Eines der wichtigsten Dinge: Zutatenlisten lesen!! Hier hab ich ja schon mal beschrieben warum und auf was du achten solltest. In aller Kürze: Zucker oder ähnliches (Maltose, Dextrose, Fruktose, alle Arten von Sirup…) sollten nicht aufscheinen, auch nicht ganz hinten. Oft ist es nämlich so, das weit hinten in der Liste mehrere Zuckerarten aufscheinen – zusammengezählt ergeben die dann eine Hauptzutat.

Außerdem hilft es natürlich immer so viel wie möglich selbst zu kochen. So weißt du immer was genau drin ist und kannst Zucker aktiv vermeiden. Und hier hilft: Vorbereitung!! Am besten planst du immer schon was du die nächsten Tage essen wirst und schreibst Einkaufslisten bzw. planst wann du was vorbereitest. Manche bereiten ja bereits am Sonntag ihr gesamtes Essen für die Woche vor – das mag ich nicht, bereits am Dienstag schmeckt das nicht mehr gut. Daher bereite ich maximal für 2 Tage vor, aber ich habe oft einen Plan für länger und kaufe auch so ein. So ein Plan heißt nicht, das du dich fix daran halten musst, das mache ich ehrlich gesagt selten. Oft bleibt etwas über, wir haben Gusto auf etwas anderes, gehen spontan mit Freunden aus etc. – dann wird der Plan einfach geändert. Aber einen Plan zu haben ist immer besser als planlos vor dem Kühlschrank zu stehen, oder schlimmer: im Supermarkt, und dann vor lauter Hunger und Gusto erst recht etwas zuckriges zu essen!

Es ist natürlich auch ungemein hilfreich daheim keine Lebensmittel mit Zucker zu haben – was nicht da ist, kann nicht gegessen werden, stimmts?! Im Büro, unterwegs und bei Freunden kann man das ohnehin nicht vermeiden, da ist es einfach da, aber daheim kann man das steuern.

Hast du schon jemandem erzählt, das du in der Fastenzeit keinen Zucker isst? Wenn nicht dann solltest du das tun – Öffentlichkeit erzeugt immer eine Art von Verpflichtung. Stell dir nur einmal vor, du hast allen erzählt du isst keinen Zucker, und dann „erwischt“ dich jemand beim Genuss einer Süßigkeit – das ist dann eher peinlich oder? Also wenn es dir wirklich ernst ist mach es so öffentlich wie möglich!!

Was tun bei Heißhunger?

Heißhunger kann und wird auftreten – das ist ganz natürlich! Was dagegen hilft:

  • Genug trinken – oft wird Heißhunger mit Durst verwechselt
  • Regelmäßig essen – wenn der Blutzucker zu weit absinkt kommt es auch zu Heißhunger
  • Zähne putzen – die Minze vertreibt den Gusto
  • Bewegen – bevorzugt an der frischen Luft, das lenkt ab und führt mich zum nächsten Punkt:
  • Ablenken – Heißhunger ist manchmal einfach Kopfsache. Vielleicht hast du gerade Zeit darüber nachzudenken, wie lange du nichts Süßes mehr gegessen hast?! Und schon hast du Gusto…
  • Wenn nichts hilft versuchs mit einem Stück Obst – eine Banane oder eine Medjool Dattel sind sehr süß, haben viele Nährstoffe und machen nachweislich auch glücklich.
  • Nüsse helfen auch, am besten in Kombination mit dem Obst, damit der Fruchtzucker langsamer abgebaut wird

Noch weitere Fragen? Einfach einen Kommentar hinterlassen, dann werd ich sie soweit es geht beantworten!!!

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