7 Dinge, die ich vor meinen Schwangerschaften gerne über die Rektusdiastase gewusst hätte

Wie ihr ja vielleicht noch wisst, hatte ich schon nach meiner ersten Schwangerschaft eine Rektusdiastase, und dadurch natürlich auch nach der zweiten. Nachdem ich beim ersten Mal erst im Nachhinein wusste, was das eigentlich ist (siehe auch hier), habe ich in der zweiten Schwangerschaft einiges anders gemacht. Verhindern konnte ich so das erneute Aufgehen des Spalts leider nicht, aber immerhin ein bisschen verringern. Heute habe ich alles aufgeschrieben, was ich vor meiner ersten Schwangerschaft gerne über die Rektusdiastase gewusst hätte (und heute weiß, durch meine Recherche, meine Erfahrungen und zuletzt auch meiner Ausbildung zur Trainerin in der Schwangerschaft und danach)

Was eine Rektusdiastase eigentlich ist

Wie schon erwähnt hatte ich noch nie etwas von einer Rektusdiastase gehört, weder vor der Schwangerschaft, noch während dieser. Nach der Geburt war mein Bauch dann noch lange sehr sehr weich und auch, wenn ich schnell wieder mein altes Gewicht erreicht hatte, sah mein Bauch aus als wäre ich noch in der Frühschwangerschaft. Eigentlich durch Zufall bin ich dann auf den Begriff Rektusdiastase gestoßen, und habe zu recherchieren begonnen. Und bei mir den Test gemacht, mich also auf den Rücken gelegt und gegriffen, ob meine Bauchmuskeln noch weit auseinander sind. Was soll ich sagen, ich war schockiert, da war alles weich und ich konnte direkt „durch“ zu meinen Organen spüren. Ich habe mich also weiter gebildet und gelernt, wie ich damit umgehen kann. Dieses Wissen möchte ich nun anderen Frauen weiter geben, damit die Diastase verhindert oder zumindestens verringert werden kann (und damit auch Probleme wie Rückenschmerzen, Inkontinenz und eben der typische Mamabauch)

Rektusdiastase Test

Haltung und Druck von innen

Die richtige Haltung hat viel damit zu tun, wie viel Druck von innen auf die gerade Bauchmuskulatur ausgeübt wird. Vor der Schwangerschaft ist das nicht so ein großes Problem, da die Sehnenplatte zwischen den beiden Muskelsträngen stark und geschlossen ist. Während der Schwangerschaft nimmt der Druck von innen natürlich zu, alles wird geweitet und so auch die Sehnenplatte. Nach der Schwangerschaft ist alles noch offen und weich, wird aber bei richtiger Beanspruchung und Training durch die queren und schrägen Bauchmuskeln zusammen gehalten. Stimmt noch dazu die Haltung, schließt sich eine Rektusdiastase meist sehr gut. Leider leidet aber gerade als frischgebackene Mama die Haltung – man sitzt zusammengesunken beim Stillen, man ist einfach zu müde um an so etwas wie gerade sitzen zu denken. Und daran, die richtigen Bauchmuskeln zu trainieren eher auch nicht. Dadurch nimmt auch der Druck von innen auf die Sehnenplatte zwischen den Muskelsträngen zu, die Organe werden nach außen gedrückt und der Spalt kann sich nicht schließen! Achtet also immer auf die richtige Haltung, egal ob schwanger oder nicht! (Tipp: Fotos machen, oder machen lassen und die eigene Haltung analysieren – und gegebenenfalls verbessern)

Zwerchfellatmung

Die meisten Menschen nutzen bei der Atmung nur den Brustraum, um ihn mit Luft zu füllen. Ziel sollte immer eine Bauchatmung, oder auch Zwerchfellatmung sein, bei der das komplette Lungenvolumen genützt wird. Die richtige Atmung hilft, die Bauchmuskulatur und den Beckenboden bei jedem Atemzug zu stärken. (Und sie entspannt auch, und wird daher in Yoga und bei der Meditation angewendet.)

So kontrolliert man, ob man schon in den Bauch atmet: Hände an die Rippen legen, bei der Atmung sollten sie sich weiten! Prüft man das regelmäßig im Alltag und atmet bewußt tiefer, trainiert man die gewünschten Muskeln quasi ganz nebenbei. (Viele Frauen ziehen übrigens im Alltag automatisch den Bauch ein, was eine Zwerchfellatmung behindert! Auch die falsche Haltung hindert die Bauchatmung, womit wir wieder beim vorigen Punkt wären.)

Beckenboden aktivieren

Da ist er wieder, der Beckenboden. Warum Beckenbodentraining nicht nur für nach der Geburt sinnvoll ist, darüber habe ich ja hier schon mal geschrieben. Das zahlt sich wirklich langfristig aus, und ist auch gar nicht so schwierig in den Alltag zu integrieren. Es gibt die berühmten Kegel Übungen, bei denen man bewußt die verschiedenen Muskeln des Beckenbodens trainiert. Es schadet auf keinen Fall, diese regelmäßig zu machen (ein starker Beckenboden erhöht auch die Freude beim Sex! Es geht also nicht „nur“ um Inkontinenz, Rückenschmerzen und Co.). Zusätzlich gibt es auch im Alltag Möglichkeiten den Beckenboden zu aktivieren. Eine davon ist, beim Kinderwagen schieben nicht von oben an den Griff zu greifen, sondern von unten, mit den Handflächen nach oben. Wirklich ganz einfach, aber effektiv. (Weitere Übungen gibts zum Beispiel hier!)

Richtig bücken / Aufstehen

Ein kleines Baby (oder später auch ein größeres Kind) hebt man unzählige Male am Tag hoch, auch Spielzeug will dauernd vom Boden aufgehoben werden. Beugt man sich dazu mit gerundetem Rücken nach unten, schadet das nicht nur den Bandscheiben sondern auch dem Beckenboden und der Rektusdiastase. Besser ist, in die Knie zu gehen – entweder in die Kniebeuge, oder in den Ausfallschritt. Der Rücken sollte gerade bleiben, und der Bauch nicht hinaus gedrückt werden (Druck von innen, siehe oben).

Richtig bücken

Auch das Aufstehen aus dem Liegen ist sehr wichtig. Um von innen so wenig Druck wie möglich auf die gerade Bauchmuskulatur zu bringen, sollte man immer über die Seite aufstehen. Dabei aktiviert man eher die schrägen und seitlichen Bauchmuskeln, und es entsteht weniger Druck auf die Diastase.

Tiefergelegene Muskeln aktivieren

Was ich auch erst von meiner Physiotherapeutin gelernt habe ist, wie wichtig die quere Bauchmuskulatur (Transversus abdominis) ist. Klar, sie spannt sich eigentlich quer über den Bauch, wie ein breiter Gürtel, und hält somit alles zusammen. Auch die beiden Stränge der geraden Bauchmuskeln, und somit die Rektusdiastase schmal. Leider liegt der Fokus selten auf diesen Muskeln, da er innen liegt und nicht so schön sichtbar ist, wie der außen liegende „Sixpack“ der geraden Muskeln.

Quelle: https://www.online-fitness-coaching.com/

Ich trainiere gerne die gesamte Mitte mit der seitlichen Planke, die auch den querverlaufenden Bauchmuskeln gut stärkt (siehe zum Beispiel hier, Übung 4). Aber auch das Beine heben in Rückenlage ist eine gute Übung (Rückenlage, Beine Richtung Decke strecken und leicht anheben).

Was die Rippen damit zu tun haben

Auch die Rippen haben etwas mit der Rektusdiastase zu tun. An ihnen setzen die schrägen Bauchmuskeln an, die ebenso helfen können, eine Diastase zu minimieren. Durch das wachsende Baby wandern die Rippen oft nach oben und nach der Geburt bleiben sie häufig dort, wenn die Muskulatur nicht aktiv trainiert wird. Sie sollten aktiv nach innen und unten gezogen werden.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass so viele Frauen wie möglich, ob mit oder ohne Kinder, genauer über den Beckenboden und die Bauchmuskulatur informiert würden. So könnten viele Rückenschmerzen, der typische „Mamabauch“, der viele Mamas belastet und Inkontinenzen verhindert werden. Wenn ihr also eine Mama kennt, oder jemanden, der Kinder bekommen möchte, oder vielleicht sogar gerade schwanger ist – teilt bitte diesen Artikel und helft so, die Information zu verbreiten! Vielen Dank!

Es ist übrigens nie zu spät eine bestehende Rektusdiastase zu schließen und den Beckenboden zu stärken! Warum also nicht heute anfangen?!

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Leckere Schokomuffins mit Geheimgemüse

Könnt ihr euch noch an meine Schokotorte mit Geheimzutat erinnern? Ich verbacke ja unglaublich gerne Gemüse, weil ich den Blick so mag, wenn ich jemandem sage in seiner Schokotorte steckt rote Rübe / Bete drin. Und natürlich weil so viele Vitamine und Nährstoffe in ein Dessert geschummelt werden können und man Kindern zeigen kann, Gemüse kann auch sehr sehr gut schmecken. In der Schokotorte war jedenfalls Karfiol (Blumenkohl) mit verbacken, und ich hab sie so gut in Erinnerung. Momentan backe ich lieber Muffins, am liebsten Mini Muffins, weil sie für die Kinder einfach eine perfekte Größe haben (und ich so 3 Muffins essen kann, das klingt viel besser als einen, hihi). Daher hab ich das Rezept ein bisschen abgewandelt (zum Beispiel den braunen Zucker durch gesünderen Honig ersetzt) und das ist daraus geworden:

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Schokomuffins mit Blumenkohl / Karfiol

Zutaten für ca. 20 Mini Muffins (je nach Größe der Form)

100g / 3/4 Tasse á 250ml Vollkornmehl
1/2 TL Backsoda
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
25g / 1/4 Tasse ungesüßtes Kakaopulver
2 Eier (oder Chia-Eier)
100g / 1/3 Tasse Honig
100g / 1 Tasse Schokochips*
300g / 2 Tassen Blumenkohl/Karfiol (Rohgewicht, ca. 1/2 Kopf)
125ml / 1/2 Tasse Milch
3 EL Kokosöl

*Die Schokochips mach ich gerne aus 3 Zutaten selbst! Sie sind einfach gemacht und backstabil.

Zubereitung

  • Die Blumenkohl/Karfiolröschen weich kochen und auskühlen lassen.
  • Den Ofen auf 150°C vorheizen und eine Mini-Muffinform einfetten.
  • Alle trockenen Zutaten (also Mehl, Soda, Salz, Back- und Kakaopulver und Schokochips) in einer Schüssel vermischen.
  • In der Küchenmaschine den Blumenkohl/Karfiol mit den anderen feuchten Zutaten (Honig, Milch und Kokosöl) gut vermixen, bis keine Klümpchen mehr drin sind.
  • Beide Massen miteinander vermischen (falls ihr das in der Küchenmaschine tun wollt kein Problem, dann nur ev. die Schokochips erst später darunter mischen) und in die vorbereitete Form füllen (fast voll, sie gehen ein bisschen auf, aber nicht sehr).
  • Bei 150°C ca. 30 Minuten backen. (Die Zeit variiert je nach Ofen, am besten nach 20 Minuten mal schauen)

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Ich hab meinen Testessern vorher wieder nicht gesagt, welches Gemüse sich in den Muffins versteckt. Geraten wurde viel, Zucchini war natürlich die häufigste Antwort. Heraus geschmeckt hat es allerdings niemand (mein Mann dann erst, als er wußte, dass Karfiol drin ist – dann meinte er man schmeckt ihn stark :-) Alle anderen konnten ihn aber auch nicht schmecken als sie wußten was drin ist)

Diese Muffins wird es also bei uns sicher wieder geben, Karfiol haben wir häufig daheim und übrig, da man für viele Rezepte einfach keinen ganzen Kopf braucht (wie zum Beispiel die Blumenkohlpizza). Backt ihr auch so gern mit Gemüse? Was ist euer liebstes Rezept?

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{Mamaness} Workout #55 Back to the Basics

Manchmal hab ich das Gefühl, ich trainiere immer mit den selben Übungen! Irgendwie stimmt das ja auch, der Körper kann sich einfach nur auf bestimmte Art und Weise bewegen, die Gelenke geben die Übungen im Grunde schon vor. Klar, es gibt immer Abwandlungen, aber am effektivsten sind oft die einfachsten Bewegungen – die Basics sozusagen. Daher gibts heute ein „Back to the Basics“ Workout, und zwar im Pyramidenstil! Das heißt, von jeder Übung werden zuerst ganz wenige Wiederholungen durchgeführt, im nächsten Satz etwas mehr, dann nochmal mehr, und dann gehts wieder zurück zum Anfang. In diesem Fall zuerst 5, dann 10, dann 15, dann wieder 10 und dann 5. Man macht also von jeder Übung 5 Durchgänge mit relativ wenigen Wiederholungen – aber glaubt mir, am Ende ist es doch ganz schön anstrengend :-)

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Wie immer bei meinen Mamaness Workouts gilt auch heute: besser die Übungen auf den Tag verteilen, als keine zu machen!! Wenn du also kein komplettes Workout schaffst, aus welchen Gründen auch immer, dann teil es auf, dein Körper wird’s dir danken!

Wichtig: in allen Übungen wird der Bauchnabel und der Bereich darunter nach innen gezogen – das aktiviert den Beckenboden! Disclaimer: vor allem während und nach einer Schwangerschaft immer auf den Körper achten und gegebenenfalls mit einem Arzt Rücksprache halten wie viel Sport im individuellen Fall in Ordnung ist. Dieses Workout kann auch bei bestehender Diastasis recti (Spalt zwischen den Bauchmuskeln) gemacht werden, sofern bei den Übungen nicht anders angegeben – unbedingt auf den Bauchnabel achten.

Mamaness Workout # 55 Back to the Basics

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1. Burpees
Aufrechter Stand am Ende der Matte, Arme hängen locker neben dem Körper, Rücken ist gerade. Die Hände auf der Matte vorne platzieren und mit den Füßen zurück springen, so dass man in der Plankenposition landet. (Anfänger und Mamas mit starker Rektusdiastase stützen sich auf die Knie!) Nun ein Liegestütz machen, und dann mit den Füßen nach vorne springen. Am Ende einen Strecksprung machen, und schon ist eine Wiederholung geschafft :-)

2. Squats
Schulterbreiter Stand, Arme hängen locker nach unten und halten optional eine Hantel oder ein anderes Gewicht, Rücken gerade. Den Po Richtung Boden führen, die Knie beugen, die Arme beugen. Der Rücken bleibt gerade, und die Knie bleiben hinter den Zehenspitzen (Gewicht ist auf den Fersen). Po und Oberschenkel anspannen und wieder nach oben drücken, die Arme wieder strecken.

3. Side Plank
Seitlich auf den Boden legen, auf die Hand aufstützen, dabei die Schulter vom Ohr weg drücken, die Beine strecken (Anfänger beugen die Arme, der Unterarm liegt am Boden auf. Auch die Knie können gebeugt werden, und die Unterschenkel liegen dann am Boden auf – siehe hier, Übung 3, nur ohne heben und senken). Nun das Becken nach oben drücken, bis der Körper eine gerade Linie bildet, der obere Arm in die Luft gestreckt. Die Schultern sind übereinander, also die obere weder weiter vorne noch weiter hinten als die untere. Die Kraft kommt aus der Mitte, unterstützt von der Schulter.
Hier kann man nicht von Wiederholungen sprechen, da man die Übung ja nur hält. Anfänger können 5 / 10 / 15 / 10 / 5 Sekunden halten, Fortgeschrittene jeweils die doppelte Zeit, am besten ausprobieren, was anstrengend ist, dann passt es!

Viel Spaß beim Trainieren!! Falls ihr über das Workout twittert/instagrammed/etc. würde ich mich freuen, wenn ihr den Hashtag “#Mamaness” verwendet. So können wir immer sehen, das wir nicht alleine trainieren! ;-) (Ich würde mich auch freuen, wenn ihr meine Workouts fleißig auf Pinterest teilt!) Und damit wünsche ich euch ein schönes Wochenende, mit viel Sonnenschein und Freude!!

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{mymonth} Oktober 2017

Immer zum Monatsanfang lasse ich hier den vergangenen Monat Revue passieren – das hilft mir, zu reflektieren, mich zu erinnern und mein Leben wertzuschätzen! Außerdem sehe ich, was und wie viel ich geschafft habe, und welche Rezepte ich nachgekocht habe (damit ich sie auch leichter wieder finde)

 

Wahnsinn, dass der Oktober auch schon wieder vorbei ist!! Ich war in diesem Monat gleich auf zwei Taufen, einmal davon als Taufpatin. Es gab auch viele Treffen, einige Spielplatzbesuche uvm., aber trotzdem kommt es mir vor, als wäre es ein ruhigeres Monat gewesen. Nicht gleichzusetzen mit langweilig, irgendwas ist immer zu tun. Zum Beispiel Olivers komplette Garderobe zu ersetzen. Plötzlich hat nichts mehr gepasst, kennt ihr das? Ich schau dann gern gebraucht auf Willhaben, oder vergleiche auf einem Portal wie Netzsieger* die besten Preise. Er hat jetzt jedenfalls viele viele neue Sachen, ich denke nun haben wir alles :-)

Hier am Blog war es auch nicht ruhig, da gab es so einiges zu lesen! Zum Beispiel über unsere aktuell liebsten Kinderbücher. Oder unseren Kurzurlaub im Post Family Resort in Salzburg. Und noch mehr Urlaub gab es, nämlich mit meinen liebsten Lokaltipps für die Costa Blanca. Der nächste Sommer kommt bestimmt!

post family resort unken

Gekocht und gebacken wurde natürlich auch, ich hab diesmal sogar ein Rezept aus dem Archiv gekramt und verbessert: die geschichteten Kürbis-Brownie-Muffins. Außerdem hab ich mit Oliver gemeinsam 3 gruselig gesunde Halloween Snacks für Kinder zubereitet. Und aus gegebenem Anlass die besten Rezepte zusammen gestellt, die man mit nur einer Hand essen kann.

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Max ist langsam am Weg der Besserung und kann daheim auch wieder mehr mithelfen. In den letzten Wochen habe ich wirklich gemerkt, wie wichtig es ist, auch als Mama mal Zeit für sich zu haben – Stichwort Selbstliebe. Wie man als Mama nicht untergeht, habe ich für mich hier aufgeschrieben, damit ich immer nachlesen kann, was mir gut tut – sollte ich es in der Hektik des Alltags mal vergessen :-) Generell hab ich im Oktober viel nachgedacht, das bringt die dunklere Jahreszeit so mit sich finde ich. Nämlich auch darüber, wie schwierig es manchmal ist, als Eltern hinter den eigenen Entscheidungen zu stehen und sich nicht von anderen verunsichern zu lassen.

Bevor es weiter geht mit dem Sport für die Großen, gab es auch einen Artikel zum Thema Kinder in Bewegung – Spaß mit Kürbis. (Der letzte Kürbis wurde gar nicht mehr geschnitzt, sondern nur noch herum gerollt – ups, das war nicht Sinn und Zweck der Übung :-D Aber ja, so gibts weniger Sauerei!)

Sport

Für das Workout #53 hab ich den Laufwagen der Kinder zweckentfremdet, der stand da so arm im Eck. Und für das Workout #54 hab auch ich einen Kürbis verwendet, wenn auch einen sehr kleinen.

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Nun gehts los mit Winter Fit und ich freu mich, mit über 200 motivierten TeilnehmerInnen gemeinsam gesund durch den Herbst zu gehen!! Neben Artikeln hier am Blog hab ich fleißig e-mail vorbereitet und Wochenpläne erstellt, ich freu mich schon, es wird toll. Ich werde auch alle Workouts mitmachen, ich bin nämlich nicht nur Motivation für die Teilnehmer, sondern sie auch meine ;-)

Anderswo

Ich schreibe nicht nur hier, sondern auch auf anderen Seiten. Ein paar Artikel vom letzten Monat:

Nachgekocht

Nachdem ich nicht nur das koche, was ich hier verblogge, und ganz oft Rezepte von anderen Bloggern ausprobiere, verlinke ich diese hier jeden Monat inkl. einem kurzen Kommentar wie das Rezept geklappt hat und ob uns das Gericht geschmeckt hat:

  • 30-Minute-Tortellini-Minestrone Soup
    Alles was man in 30 Minuten kochen kann ist super! Wenns dann auch noch schmeckt, Jackpot :-) Kann ich empfehlen, war wirklich gut.
  • One Pot Ratatouille Spaghetti
    Auch die waren super, schnell gemacht und geschmacklich sehr gut.
  • Best ever whole wheat Waffles
    Ich weiß nicht obs an meinem Waffeleisen liegt, aber die sind leider beim rausnehmen komplett zerfallen. Ich hab dann sogar versucht, ein bisschen vom Teig wie Pancakes in der Pfanne zu machen. Das hat gut geklappt. Geschmacklich also topp, im Grunde waren es auch schöne Waffeln, nur zu weich zum aus dem Waffeleisen nehmen.
  • Quarkauflauf mit Äpfeln und Griess
    Den hab ich schon auf Facebook empfohlen, der war super! Machen wir sicher wieder, kann ihn mir gut auch mit anderen Früchten vorstellen.
  • Kohl-Lasagne mit Wurst und Bergkäse
    Oliver wollte wieder einen Kohlkopf kaufen, und da ist mir das Rezept hier unter gekommen. Er hat fleißig beim kochen geholfen, er schneidet so gerne die Kohlblätter. Das Ergebnis war sehr gut, würde ich wieder machen.
  • Saftig fruchtige Müsliriegel
    Ich bin ja immer auf der Suche nach dem perfekten Müsliriegel-Rezept, und dieses hier ist schon ganz gut. Die Riegel halten gut zusammen und schmecken auch wirklich gut. Wir haben sie auch unterwegs als Snacks mit gehabt, mache ich sicher wieder.

Nun hat das Jahr nur noch 2 Monate – lasst uns diese mit schönen Erinnerungen füllen!

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*Dieser Beitrag wurde freundlich unterstützt durch Netzsieger

Die besten Rezepte, die man mit einer Hand essen kann

Ha, was für ein Thema! Mamas kennen das ja – zuerst trägt man immer irgendwie das Baby herum und hat nur eine Hand zum Essen frei. Später füttert man dann mit einer Hand das Kind und hat wieder nur eine zum selbst essen. Und noch später steht man ohnehin alle zwei Minuten auf, weil das eine Kind doch den anderen Teller möchte, man das Glas fürs zweite in der Küche vergessen hat und man irgendwie selbst noch gar keinen Teller vor sich stehen hat. Jedenfalls geht es mir so. Nachdem nun mein Mann an der Schulter operiert wurde und nur eine Hand gebrauchen konnte waren also Rezepte, die man einhändig essen kann, bei uns ganz hoch im Kurs!

stillen, einhändig essen

Seht nur wie winzig Oliver da noch war… von Karotten alleine wird man weder beim Stillen, noch nach einer Verletzung satt :-) Daher hab ich heute die besten Rezepte, die man auch einhändig essen kann, für euch zusammen gesucht:

Frühstück mit Links

Zum Frühstück kann man natürlich immer mit einer Hand ein Müsli löffeln! Zum Beispiel ein herbstliches Zwetschgen-Porridge, einen Kürbis-Chia-Pudding oder ein Erdnuss-Karamell-Chia-Schichtmüsli (mein Favorit, siehe Bild unten!). Oder man macht das Müsli einfach in Ballform. Auch Muffins kann man gut mit einer Hand halten und abbeißen! Diese Müsli Muffins kann man einfach wie sein liebstes Müsli immer neu zusammen stellen, bzw. auch für verschiedene Familienmitglieder verschieden toppen. Es geht aber auch á la Bridget Jones mit Schokolade zum Frühstück: Apfel-Schoko-Frühstücksmuffins (in diesem Beitrag seht ihr als Bonus sogar ein Foto von mir mit kurzen Haaren, im Bad-Taste-Party Outfit – hab ja schon überlegt es zu löschen, aber nö, ich steh dazu).

Ich bin hier am Blog so richtig fündig geworden, auch die Karotten-Cookies kann man gut mit einer Hand essen. Pancakes macht man einfach in „Bite-Sized“, dann ist das auch kein Problem. Die Müsliriegel mit Fruchtfüllung waren eher als Snack gedacht, die Zutaten sind aber auch für ein Frühstück geeignet, warum also nicht.

Tja, und wem bis jetzt noch nicht aufgefallen ist, dass es sich vorwiegend um süße Rezepte handelt – ja, ich mag mein Frühstück eher süß! Man kann aber natürlich auch pikant einarmig Frühstücken, zum Beispiel diese Mini Bacon&Egg Muffins. Oder Süßkartoffel Frittata Finger. Oder schlicht und einfach ein Brot mit Schinken oder einen Frühstückswrap mit Eierspeise, Avocado und Lachs.

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Einhändige Hauptspeisen

Auch Currys oder Eintöpfe kann man super mit einer Hand essen (sofern man kein Brot dazu essen möchte, aber dann muss man den Löffel eben kurz weg legen.) Ich liebe ja das Kichererbsen-Bananen-Curry, Max ist da eher beim Chicken Tikka Masala. Für Suppen gilt das mit dem Löffel natürlich ebenso, wobei ich euch die Süßkartoffel-Birnen Suppe hier besonders ans Herz legen kann.

Laibchen (Frikadellen) kann man auch kleiner machen, dann kann man sie gut mit den Fingern essen. Zum Beispiel Gemüselaibchen oder auch die Version mit Tofu. Die „männliche“ Variante sind die gefüllten Fleischbälle im Speckmantel, glasiert mit BBQ Sauce (schmeckt aber auch Frauen, ich versprechs!) Pizza muss einfach vorher in Stücke geschnitten werden, dann kann man sie super mit einer Hand essen. Habt ihr schon mal meine Karfiol (Blumenkohl) Pizza probiert? Wenn nicht dann wird es höchste Zeit, die ist echt super! Ganz ähnlich ist auch der Schinken-Käse-Toast (ohne Brot).

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Zwischendurch

Wer mich kennt der weiß: ich bin ein Snacker! Ich esse dauernd irgendeine Kleinigkeit, dafür zu den Hauptmahlzeiten weniger. Meine liebsten Snacks kann man auch mit einer Hand essen: die gesunden Pralinen, allen voran diese Cookie Bites! Und weil es so gut passt muss ich eigentlich die Apfel-Handkuchen hier als nächstes nenne. Kann man ganz unterschiedlich füllen und so quasi jedes Mal neu erfinden. Stillkugeln sind ja eigentlich schon prädestiniert dafür mit einer Hand gegessen zu werden, und natürlich auch Müsliriegel. Und was für BLW/Breifrei-Kinder geht, geht auch für stillende Mamas: Heidelbeerkugeln und selbstgemachte Fruchtschnitten.

Aber auch pikante Snacks kann man in Ballform machen, zum Beispiel die Quinoa-Pizza-Bälle. Erst ganz kürzlich hab ich diese Spaghetti Muffins gemacht, die eine gute Methode sind um übrig gebliebene Nudeln zu verwerten – und mit einer Hand gegessen werden können.

Und nicht zu vergessen: Grüne Smoothies! (Pst: mit Strohhalm schmecken sie noch besser!)

Desserts

Liegt es an mir, oder sind Desserts eigentlich alle mit einer Hand gut essbar?! Muffins und Cupcakes, Kekse und sogar Mousse und Puddings.

Im Grunde ist man also mit einer Hand gar nicht so eingeschränkt beim Essen, nun stellt sich nur noch die Frage: wer kocht das alles für einen?! :-)

Fallen euch noch gute Rezepte ein, die man mit einer Hand essen kann?

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{Mamaness} Workout #54 Stemm den Kürbis

Bald ist Halloween, die richtigen Snacks dafür haben wir ja schon zubereitet und auch die Kinder hatten schon ihren Spaß beim Herumtollen um den Kürbis. Für das heutige Workout hab ich auch einen Kürbis als Gewicht verwendet! (Alternativ kann immer eine Kettlebell oder ein anderes Gewicht verwendet werden. Wir haben zum Beispiel diese Kettlebell* in mehreren Größen.) Zugegeben, mein Kürbis ist winzig, hihi, ist also heute mehr symbolisch zu sehen. Ich habe versucht teilweise Übungen zu kombinieren, damit man wirklich das Maximum aus einem kurzen Training herausholen kann. Also, an den Kürbis, fertig los!

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Wie immer bei meinen Mamaness Workouts gilt auch heute: besser die Übungen auf den Tag verteilen, als keine zu machen!! Wenn du also kein komplettes Workout schaffst, aus welchen Gründen auch immer, dann teil es auf, dein Körper wird’s dir danken!

Wichtig: in allen Übungen wird der Bauchnabel und der Bereich darunter nach innen gezogen – das aktiviert den Beckenboden! Disclaimer: vor allem während und nach einer Schwangerschaft immer auf den Körper achten und gegebenenfalls mit einem Arzt Rücksprache halten wie viel Sport im individuellen Fall in Ordnung ist. Dieses Workout kann auch bei bestehender Diastasis recti (Spalt zwischen den Bauchmuskeln) gemacht werden, sofern bei den Übungen nicht anders angegeben – unbedingt auf den Bauchnabel achten.

Mamaness Workout # 54 Stemm den Kürbis

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1. Kniebeugen mit Triceps Extensions
Schulterbreiter Stand, mit beiden Händen den Kürbis halten, die Arme angewinkelt über dem Kopf, Rücken gerade. Den Po nach hinten und Richtung Boden führen, die Knie beugen. Der Rücken bleibt gerade, und die Knie bleiben hinter den Zehenspitzen. Po und Oberschenkel anspannen und wieder nach oben drücken. Gleichzeitig die Arme strecken, den Kürbis anheben soweit es geht und langsam wieder absenken. Die Schultern bleiben dabei hinten und unten, werden also nicht zu den Ohren hochgezogen! Der Rücken bleibt gerade.
10-15 Wiederholungen

2. Planke mit Kürbisrollen
Auf die Hände und Zehen stützen, der Körper sollte von den Fersen bis zu den Schultern eine gerade Linie bilden. Dabei werden automatisch die kleinen Muskeln rund um die Wirbelsäule angespannt und gekräftigt. Den Nabel aktiv nach innen ziehen um den Beckenboden zu aktivieren. Neben einer Hand sollte schon der Kürbis bereit liegen. Die Hand nun vom Boden abheben und den Kürbis um die andere Hand herum rollen, zurück zur Ausgangsposition. Dabei bleibt der Körper gerade und kippt nicht, also rechte und linke Hüften und Schultern bleiben auf einer Höhe.
5x pro Seite
(Achtung: bei Rektusdiastase diese Übung abwandeln. Die richtige Plankenversion findet ihr hier, Übung 4)

3. Russian Twist
Die Beine sind aufgestellt, der Oberkörper schräg angehoben. Den Kürbis mit beiden Händen vor der Brust halten. Nun den Oberkörper mitsamt den Armen und dem Kürbis zur Seite drehen, kurz halten, zurück zur Mitte kommen und auf die andere Seite wiederholen. Wichtig dabei ist, den Bauchnabel aktiv nach innen zu ziehen und den Rücken gerade zu halten. (Die Übung ist für die schrägen und seitlichen Bauchmuskeln, dort sollte sie also auch zu spüren sein. Es wird einfacher, je weiter man sich aufsetzt, bzw. schwieriger, je näher man den Oberkörper Richtung Boden bringt.)
10x pro Seite
(Achtung: bei Rektusdiastase erst machen, wenn die Bauchmuskeln gut kontrolliert werden können und nichts durch den Spalt nach außen gedrückt wird. Im Zweifel mit einem Physiotherapeuten Rücksprache halten. Alternativ einfach die seitliche Planke machen, siehe hier, Übung 3.)

4. Ausfallschritte mit Bizeps Curls
Aufrechter Stand, Rücken gerade, beide Hände halten mit abgewinkelten Armen den Kürbis vor dem Körper. Einen großen Schritt nach vorne machen, das hintere Knie ist knapp über dem Boden. Gleichzeitig die Arme beugen. Das vordere Knie darf nicht über die Zehen hinaus gehen, der Rücken bleibt gerade, die Schultern bleiben unten (nicht zu den Ohren ziehen!). Wieder zurück in die Ausgangsposition drücken und wiederholen.
10 Wiederholungen pro Bein

5. Wood Chopper
Aufrechter Stand, Füße schulterbreit entfernt, Knie in einer Linie mit den Füßen. Beide Hände halten den Kürbis über einer Schulter. Nun den Kürbis nach unten zum gegenüberliegenden Fuß bringen, dabei die Knie beugen, den Po nach hinten bringen, und den Rücken gerade halten (ähnlich einer Kniebeuge). Die Bewegung kontrolliert wieder umkehren. Die Bauch- und Rückenmuskeln sind immer angespannt und kontrollieren die Bewegung.
10 Wiederholungen je Seite

Viel Spaß beim Trainieren!! Falls ihr über das Workout twittert/instagrammed/etc. würde ich mich freuen, wenn ihr den Hashtag “#Mamaness” verwendet. So können wir immer sehen, das wir nicht alleine trainieren! ;-) (Ich würde mich auch freuen, wenn ihr meine Workouts fleißig auf Pinterest teilt!) Und damit wünsche ich euch ein schönes Wochenende, mit viel Sonnenschein und Freude!!

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Als Eltern hinter den eigenen Entscheidungen stehen – oft gar nicht einfach

Heute ist so ein Tag… Helena hat die ganze Nacht gestillt, gebrüllt, als ich kurz aufs WC gegangen bin, gebrüllt, als der große Bruder (und ich mit ihm) aufstehen wollte in der Früh (viel zu früh, 5:30h). Ich bin also müde und es regnet, und eine gute Freundin hat ihren kleinen Sohn erfolgreich abgestillt, mit 5,5 Monaten. Sie hat gefragt, ob wir nächste Woche abends einmal etwas trinken gehen. Mit einer anderen Freundin, deren Sohn mit 8 Monaten auch schon lange abgestillt ist, und natürlich alleine einschläft. Was keines meiner Kinder macht.

An solchen Tagen suhle ich mich gerne im Selbstmitleid – wieso schlafen alle Kinder nur nicht meine, wieso geht für alle das Abstillen so einfach, und hier werden mir Schnuller und Flasche nachgeworfen (ehrlich!) und nur der Busen wird akzeptiert und wieso haben alle anderen Eltern einen richtigen Abend, nur ich liege mit den Kindern im Bett und schlafe meistens selbst mit ein, weil sie mich so lange nicht mehr aufstehen lassen ohne aufzuwachen. Natürlich ist das nicht bei ALLEN anderen so, und irgendwann an diesen Tagen schaffe ich es auch, daran zu denken. An die Eltern die es ähnlich machen wie wir. Und die Gründe, warum ich es mache, wie ich es mache. Die muss ich nämlich dann manchmal den anderen aufzählen, wenn sie sagen ich könnte doch x oder y machen, dann würde es sicher besser. Meine Entscheidungen weichen doch oft von der „Norm“ ab.

Klar, vermutlich könnte ich abstillen. Radikal, ihr einfach den Busen nicht mehr geben. Sie würde vermutlich tagelang viel weinen (brüllen, wütend sein) und keiner hier könnte gut schlafen, auch nicht ihr Bruder. Aber was hätte ich davon? Vielleicht würde sie besser schlafen, vielleicht könnte sie wieder der Papa ins Bett bringen (was ja schon geklappt hat!), vielleicht hätte ich freie Abende. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht würde sie versuchen, sich die Nähe, die sie sich durchs Stillen holt (und ohne, also „nur“ mit Kuscheln nicht akzeptiert) irgendwie anders einzufordern. Würde nur auf mir schlafen zum Beispiel. Dann hätte ich wieder keinen Abend. Vielleicht würde sie nach ein paar Tagen aber auch einfach resignieren und alles wäre nach außen hin gut. Ich wüsste aber, in ihr drinnen sähe es anders aus. Es würde etwas in ihr kaputt machen. Ihr Vertrauen in mich, in die Welt. Es würde sich für mich nicht gut anfühlen. Ich sehe, wie sehr sie den Busen und mich noch braucht.

Manchmal denke ich, vielleicht hätte ich in ihren ersten Lebenswochen mehr auf den Schnuller setzen sollen. Wir haben ihn gegeben, aber eher selten, und irgendwann wollte sie ihn nicht mehr. Es ging einfach auch ohne gut. Heute wäre er sicher ein guter Ersatz zum Brustnuckeln in der Nacht. Bei Oliver haben wir es genauso gemacht, den Schnuller sogar noch weniger angeboten, und er hatte nie solch extremen Nuckelphasen wie seine kleine Schwester jetzt. Und er hat langsam immer seltener gestillt, durchgeschlafen und plötzlich ging es ganz schnell ganz ohne Brust – mit 13 Monaten (die ganze Geschichte gibts hier). Klar, auch der Schnuller ist kein Garant für ruhige Nächte, vielleicht würde sie auch in diesem Fall nur auf mir schlafen wollen, nur eben mit Schnuller im Mund. Wer weiß. Jedenfalls stehe ich auch zu dieser Entscheidung, wenn ich darüber nachdenke. Die Brust ist die natürliche Variante, inklusive Nähe und Sicherheit der Mama. Der Schnuller ist einfach ein Stück Plastik, der das Saugbedürfnis vielleicht befriedigen mag, aber das Nähe- und Sicherheitsbedürfnis sicher nicht. Und die Milchmenge und -zusammensetzung der Mama passt sich bei Schnullerkindern auch weniger den Bedürfnissen des Kindes an.

Erst letzte Woche hat jemand zu mir gesagt, wie zufrieden und ausgeglichen Helena wirkt. Auch Oliver ist ein sehr ausgeglichenes Kind, die Autonomiephase war zwar spürbar, aber es gibt sicher anstrengendere Kinder. Und klar, so etwas liegt sicher auch am Kind selbst, aber ich denke doch, die Weise, wie wir sie erziehen und mit ihnen umgehen hat etwas damit zu tun. Ein Mix aus Attachment Parenting (also bindungsorientierter Elternschaft), Montessori und ein paar anderen Ansätzen, fühlt sich für uns einfach richtig an. Nicht in jeder einzelnen Situation (zum Beispiel in schlechten Nächten, wenn ich mich wieder einmal frage, warum ich das alles so mache) – aber wenn ich darüber nachdenke, oder Berichte von Susanne Mierau oder meiner Freundin Jeannine lese, dann fühlt es sich einfach gut an!

Abschließend will ich noch sagen, dass ich weder Schnuller, noch Flasche, oder sonst irgendeine Elternentscheidung verurteile. Alle Eltern haben ihre Gründe, etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu machen. Solange sie damit das Kind nicht offensichtlich schädigen oder traumatisieren (also es schlagen oder ähnliches). Und diese Gründe und Entscheidungen können sich im Laufe der Elternschaft auch ändern. Man lernt dazu, man lernt sein Kind kennen und auch sich selbst als Elternteil. Und ja, ich genieße das viele Kuscheln auch – wer weiß, wie lange sie das noch wollen, die Zeit vergeht ja ohnehin viel zu schnellen (wie auch meine Kollegin Paula festgestellt hat)

Was sind eure Gedanken dazu? Habt ihr auch schon manchmal eure Entscheidungen als Eltern angezweifelt?

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3 gruselig gesunde Halloween Snacks für Kinder

Schon im vergangenen Jahr hab ich mit Oliver ein paar gesunde Snacks für Halloween zubereitet! Damit hab ich ihn wohl fürs Leben verdorben, denn letztens wollte er dann gleich aus den ersten Mandarinen die wir gekauft haben Kürbisse machen :-)

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Heuer hat er natürlich noch mehr mitgeholfen als letztes Jahr, selbst Weintrauben auf Zahnstocher aufgespießt, Nusszähne in Äpfel gestochen und rote Bohnen in schwarzen Amaranth gemischt. Das ist daraus geworden:

Obst Monster

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Für die Monster aus Obst haben wir Äpfel in Viertel geschnitten und aus dem „Bauch“ jedes Viertels noch einmal einen Keil ausgeschnitten. In diesen „Mund“ kommen Zähne aus Mandelstiften und oben drauf auf Zahnstocher aufgespießte Weintrauben als Augen. Als Pupille haben wir einfach Sonnenblumenkerne in die Trauben gesteckt.

Als wir da so in der Küche gewerkt haben, haben mich die hier sehr beliebten Feigen angelacht. Innen sehen die ja sehr spannend und irgendwie gruselig aus, daher hab ich kurzerhand auch daraus kleine Monster gemacht. Einfach einen Mund durch die Schale schneiden, eine Weintraube halbieren und als Augen anbringen und fertig.

Geister und Hexenhüte aus dem Ofen

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Ja ich weiß, Gemüse-Gesichter gab es schon letztes Jahr. Neu sind die kleinen Geister, bei denen einfach Augen geschnitten werden und dann unten Zacken. Auch die Hexenhüte sind neu – ausgeschnitten aus roten Rüben. Und die kleinen Karotten erkennt man nicht so recht, aber das sollen Kürbisse sein. Kann man gleich mit ein paar Schnitten aus einer ganzen Karotte schneiden (einfach oben zwei Keile hinaus schneiden, so dass quasi in der Mitte der Stiel vom Kürbis bleibt), und diese dann in Scheiben schneiden.

Diese Gesichter kann man aus so vielen Gemüsesorten machen: Zucchini, Melanzani (Aubergine), Kartoffel, Süßkartoffel, Kürbis, Karotten, Sellerie… Schnell und einfach, und Kinder essen das Gemüse so oft lieber!

Gefüllte Paprika mit schwarzem Amaranth und roten Bohnen

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Ja, auch die gefüllten Paprika gab es schon mal, nämlich hier am Halloween Partybuffet. Heuer habe ich sie aber anders gefüllt, nämlich mit schwarzem Amaranth und roten Bohnen. Den Amaranth hab ich in Karotten-Orangensaft mit Ingwer gekocht, er schmeckte daher sehr fruchtig und etwas süß. Und sieht schon sehr gruselig aus die schwarze Masse mit den Bohnen-Maden oder? :-p (Statt schwarzem Amaranth kann man auch schwarzen Quinoa machen, wenn man den eher findet. Größere Supermärkte haben heutzutage schon beides.)

Das waren sie also, unsere heurigen Halloween-Snacks!! Feiert ihr Halloween? Was esst ihr dann gerne?

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{Mamaness} Workout #53 Fit mit dem Laufwagen

Ich hab Oliver damals einen tollen Laufwagen aus Holz gekauft, mit allerlei Motorikspielen auf jeder Seite. (Über Willhaben, es gibt ihn aber auch hier*) Er hat ihn seither ungefähr 5x angeschaut und hat Laufen ganz ohne gelernt. Nun haben wir ihn wieder aus dem Keller geholt für Helena, und irgendwie ist die Situation ganz ähnlich. Wir werden uns also wohl bald davon trennen, doch vorher hab ich ihn noch für ein Workout benutzt! Sport mit Gleitscheiben* oder simplen Putztüchern ist nichts neues mehr, instabile Trainingsgeräte machen für viele Übungen Sinn. Warum also nicht etwas benutzen, was die meisten Mamas daheim haben?!

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Wie immer bei meinen Mamaness Workouts gilt auch heute: besser die Übungen auf den Tag verteilen, als keine zu machen!! Wenn du also kein komplettes Workout schaffst, aus welchen Gründen auch immer, dann teil es auf, dein Körper wird’s dir danken!

Wichtig: in allen Übungen wird der Bauchnabel und der Bereich darunter nach innen gezogen – das aktiviert den Beckenboden! Disclaimer: vor allem während und nach einer Schwangerschaft immer auf den Körper achten und gegebenenfalls mit einem Arzt Rücksprache halten wie viel Sport im individuellen Fall in Ordnung ist. Dieses Workout kann auch bei bestehender Diastasis recti (Spalt zwischen den Bauchmuskeln) gemacht werden, sofern bei den Übungen nicht anders angegeben – unbedingt auf den Bauchnabel achten.

Mamaness Workout # 53 Fit mit dem Laufwagen

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1. Plank Roll In
(Achtung: bei Rektusdiastase nicht machen, bzw. nur, wenn die Muskeln und die Atmung schon gut kontrolliert werden können!) Ausgangsposition ist die Planke, auf die Hände gestützt, mit den Beinen am Laufwagen (alles zwischen Schultern und Zehen bildet eine gerade Linie). Den Nabel nach innen ziehen um den Beckenboden zu aktivieren. Nun die Knie zur Brust ziehen, kurz halten und wieder zurück rollen.
10 Wiederholungen

2. Seitlicher Ausfallschritt
Schulterbreiter Stand, Rücken gerade, rechter Fuß steht auf dem Laufwagen, das Gewicht ist am linken Bein. Nun das linke Bein beugen, den Po nach hinten unten bringen und gleichzeitig den Laufwagen mit dem rechten Bein zur Seite schieben. Achtung: die Knie dürfen nicht vor die Zehenspitzen kommen, der Rücken bleibt gerade. Po anspannen und wieder zurück zur Mitte drücken.
10 Wiederholungen je Seite

3. Low Squat-Walk
Schulterbreiter Stand vor dem Laufwagen, Rücken gerade. In die Kniebeuge gehen, also die Knie beugen, dabei den Po Richtung Boden führen. Der Rücken bleibt gerade, die Knie bleiben hinter den Zehenspitzen und die Hände stützen sich am Laufwagen (dadurch kann man tiefer gehen als sonst!). Nun langsam kleine Schritte nach vorne machen, tief bleiben.
10 Schritte (falls das der Platz nicht erlaubt einfach 5 Schritte vor und 5 zurück machen)

4. Plank Walk
(Achtung: bei Rektusdiastase nicht machen, bzw. nur, wenn die Muskeln und die Atmung schon gut kontrolliert werden können!) Auf die Handflächen stützen, die Beine am Laufwagen, der Körper sollte von Fersen bis Schultern eine möglichst gerade Linie bilden. Dabei werden automatisch die kleinen Muskeln rund um die Wirbelsäule angespannt und gekräftigt. Den Nabel nach innen ziehen um den Beckenboden zu aktivieren. Nun mit den Händen nach vorne wandern und den Laufwagen hinten nach ziehen.
10 Schritte vor, und wenn möglich 10 wieder zurück machen

5. Brücke
Am Rücken liegen, die Beine sind angewinkelt, die Füße stehen am Laufwagen. Die Hüfte anheben, den Po anspannen. Nun die Hüfte noch höher heben und langsam wieder bis fast über den Boden absenken.
15 Wiederholungen

Viel Spaß beim Trainieren!! Falls ihr über das Workout twittert/instagrammed/etc. würde ich mich freuen, wenn ihr den Hashtag “#Mamaness” verwendet. So können wir immer sehen, das wir nicht alleine trainieren! ;-) (Ich würde mich auch freuen, wenn ihr meine Workouts fleißig auf Pinterest teilt!) Und damit wünsche ich euch ein schönes Wochenende, mit viel Sonnenschein und Freude!!

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*Affiliate Link – bestellt ihr über diesen Link, bekomme ich eine kleine Provision gutgeschrieben, von der ich die Technik dieses Blogs bezahle (Webhosting etc.). Ihr bezahlt dadurch selbstverständlich nicht mehr (und wenn ihr die Produkte in einem Geschäft ums Eck findet, kauft sie bitte dort!)

Happy – wie du als Mama nicht untergehst #selbstliebe

Die letzten Wochen waren hier sehr hart (u.a. laufen ja die Vorbereitungen für Winter Fit auf Hochtouren!) – ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau: mein Mann ist durch Schichtdienst und Elternteilzeit immer viel bei uns, und wir genießen es in vollen Zügen (wir haben uns hier für mehr Zeit gemeinsam, an Stelle von mehr Geld entschieden). Er hilft mir also auch viel, wir teilen uns den Haushalt und die Kinderbetreuung gut auf und jeder hat auch mal etwas Zeit für sich alleine und seine Hobbys. (An der Zeit alleine zu zweit arbeiten wir noch, aber die einzig verfügbare Oma braucht immer eine Weile, bis sie sich drüber traut – aber auch das wird kommen) Jedenfalls wurde mein Mann im August an der Schulter operiert, der Arm war dann 6 Wochen lang ruhig gestellt und auch mit dem anderen Arm durfte er nichts schwereres heben. Meine Hilfe war also futsch und brauchte selbst ein bisschen Pflege. Mittlerweile ist die Ruhigstellung aufgehoben, die Muskeln aber verkümmert und Gelenke verwachsen, es braucht also noch etwas Zeit, bis er wieder 100%ig einsatzfähig ist. Aber es geht bergauf.

Jedenfalls habe ich in dieser Zeit gemerkt, wie meine Batterien schnell immer leerer und leerer wurden. Und es hat mir wieder bewußt gemacht, wie wichtig es ist, diese Batterien auch im Alltag oft aufzuladen! Klar, als Mama kann man nicht jedes Monat ein Wochenende im Spa verbringen (#dreams) oder jede Woche zur Massage gehen (jedenfalls nicht so einfach und ohne Hilfe). Oft reichen aber schon kleine Auszeiten und „Special Treats“ im Alltag aus, um wieder ein kleines bisschen Energie und Freude ins Leben zu bringen. Nachdem ein Teil des Blognamens ja „Happy“ ist, die Blogartikel dazu aber eigentlich zu kurz kommen, dachte ich das wäre ein guter Anlass.

Wege sich selbst etwas Gutes zu tun gibt es viele, und sie können von Person zu Person ganz unterschiedlich sein. Hier sind jedenfalls meine Dinge oder Momente, die mir gut tun:

  • Kochen / Backen
    Keine große Überraschung eigentlich. Kürzlich habe ich wo gelesen, dass Kochen erdet und ein bisschen etwas von Meditation hat. Man bekommt den Kopf frei, arbeitet mit den Händen, und hat am Ende ein leckeres Essen (oder sogar Kuchen). Vorzugsweise zum Zweck der Entspannung alleine, wenn es sein muss kann ich diesen Punkt aber sogar mit den Kindern machen.
  • Bewegung
    Sei das nun richtig Sport oder einfach nur ein Spaziergang an der frischen Luft – wenn ich mich bewege, fühle ich mich besser. Ein Glück, dass man auch diesen Punkt mit den Kindern machen kann – sogar halbwegs entspannt (kennt ihr das auch, sobald ihr draußen seid, ist die Stimmung von allen besser? Bringt mich gleich zum nächsten Punkt…)
  • Natur
    Auch die Natur erdet und füllt unsere Energiespeicher. Ein Spaziergang im Wald, Wolken beobachten, sogar schon ein Besuch am Spielplatz hilft mir manchmal.
  • Arbeiten
    Ja ehrlich, ich mag das. Ich bin ja gerade noch in Karenz und meine Arbeit ist dieser Blog hier mit allem drum und dran (und ein paar andere bezahlte Schreibarbeiten). Ich arbeite gerne daran und bin mit Freude bei der Sache. Wenn ich also Zeit dafür habe, und etwas geschafft bekomme, dann macht mich das glücklich und zufrieden!
  • Handarbeiten / Malen
    Und noch einmal etwas, wofür ich meine Hände gebrauchen kann. Ich habe immer schon gerne gestrickt und gehäkelt, und mache das auch jetzt noch. (Aktuell häkle ich ein Einhorn für Helena, aber pst!) Auch gemalt habe ich immer schon gerne und bekomme dabei den Kopf so richtig frei (Auch hier arbeite ich aktuell an einem Projekt, mehr dazu bald!)
  • Lesen
    Und damit meine ich nicht online, keine Blogs, schon gar keine Zeitung. Ein richtiges Buch. „Lesen ist Abenteuer für den Kopf“ heißt es so schön. Beim Lesen bin ich in einer anderen Welt, meine Gedanken sind ganz beim Buch und ich bekomme so den Kopf „frei“ von meinen Problemen und meinem Stress.

Das sind die „Großen“ Dinge, für die es etwas mehr Zeit braucht. Geht sich gar nix davon aus reicht es für mich manchmal auch zu sagen: „So, Mama braucht jetzt ein paar Minuten für sich“, mir einen Kaffee zu machen und drei Schlucke davon warm zu trinken. Oder kurz in mein Telefon zu schauen um bunte Bilder auf Instagram anzusehen. Oder eine warme Dusche.

Egal was es ist, wichtig finde ich einfach, das wir nicht auf uns selbst vergessen. In Zeiten von Baby Tragen, Stillen nach Bedarf, Familienbett, Attachment Parenting etc. wird (glücklicherweise!) sehr viel auf das Befinden der Kinder geschaut. Leider wird oft auf jenes der Eltern vergessen. Das Thema Selbstliebe ist momentan im Netz sehr präsent,  viele Mamas haben sich schon Gedanken dazu gemacht. Ich habe ein paar Artikel dazu zusammen gesucht, wer also mehr lesen möchte, bittesehr (und unter dem #selbstliebe gibt es noch viel viel mehr!):

Danke an all die tollen Ladies für ihre Ideen und Gedanken zu diesem Thema! Meine Batterien sind jedenfalls wieder etwas mehr gefüllt.

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