{Reisen mit Kind} Unsere Ausflugs-, Strand- und Shoppingtipps an der Costa Blanca

Unser Juli in Spanien ist schon wieder viel zu lange her, aber die schönen Erinnerungen leben weiter und wir zehren noch von all den tollen Erlebnissen! Normalerweise fahren wir im Urlaub gerne von Ort zu Ort um möglichst viel zu sehen. Nachdem wir ja diesmal örtlich gebunden waren, haben wir einfach Tagesausflüge gemacht und ich muss sagen es hat uns auch sehr gut gefallen. Ungefähr 1.300km haben wir so zurück gelegt und einiges von der Costa Blanca gesehen. Costa Blanca, Spanien Touristenhotspots wie Benidorm oder Alicante haben wir vermieden – wir mögen lieber kleine verträumte Orte und sind immer auf der Suche nach dem perfekten, einsamen Strand (den es in der Hauptsaison in Spanien natürlich nicht gibt, aber ihr wisst schon wie ich meine :-)) Heute habe ich für euch aufgeschrieben, was wir alles gesehen haben, inklusive meiner Kommentare, wie es uns gefallen hat. Here we go:

Javea

javea, xabia „Unser“ Haus stand nahe Javea, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Ist aber eine richtig süße touristische Stadt, mit Strandpromenade und allem drum und dran. (Am Bild einer der künstlerischen Kreisverkehre, mit „Javea“ Schriftzug. „Xabia“ ist der katalanische Name – es ist in der Gegend üblich immer beide Bezeichnungen zu schreiben)

Strände

  • Cala Grava (2) Anschließend an einen unserer Lieblingsstrände (Muntanyar I, siehe weiter unten) sind wir einmal eine kleine Promenade entlang gegangen und kamen zum Hafen. Kurz davor lag noch einmal ein kleiner Strand, auch mit schönem Sand und klarem Wasser. Nachdem wir dann auch einmal in einem tollen Lokal (Cala Bandida – mehr dazu später) frühstücken waren, hat es sich einfach angeboten dann dort auch zu baden. Nicht ganz so voll wie der Cala L’Arenal, aber ebenso schön und familientauglich.
  • Cala Muntanyar I (Benissero, 3) Dieser Strand liegt etwas nördlicher und besteht aus Sandstein und grobem Kies. Er liegt direkt neben dem Reserva Marina Del Cap de Sant Antoni – es gibt daher viele Tiere und meine Männer haben begeistert Krabben und anderes Getier gesammelt (um es später wieder in die Freiheit zu entlassen wohlgemerkt). Ich denke auch Schnorchler und Taucher kommen hier auf ihre Kosten. Es ist außerdem weit weniger los, obwohl auch hier die Infrastruktur gut ist. Entlang der Küste gibt es viele kleine, nette Lokale und auch Geschäfte.

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  • Cala L’Arenal (5) Am Hauptstrand ist meist viel los, kein Wunder bei dem klaren Wasser und feinen Sand. Durch die Promenade mit Geschäften und Lokalen gibt es alles was das Herz begehrt, und auch Wassersport kann man am linken Ende allerhand machen. Am rechten Ende sind dafür Felsen von denen gesprungen wird, wer also den Nervenkitzel sucht wird auch hier fündig.
  • Cala Blanca (Caleta, 7, 8, 9) Das ist mein persönlicher Favorit! Eine wunderschöne Bucht aus weißem Stein (oder streng genommen eigentlich 3) mit tiefblauem Meer. Zugegeben, mit Kindern ist der Strand nicht der praktischste, aber durchaus machbar. Vom Parkplatz muss man ein Stückchen gehen und der Zugang zum Wasser ist sehr felsig. Sehr positiv für die Kids: man kann auch hier gut Tiere wie Krabben und kleine Fische beobachten und fangen. Auch beim Schnorcheln gibt es einiges zu sehen.

  • Cala Granadella (12) Extra ein Stückchen gefahren sind wir zum Cala Granadella. Am Ende richtige Serpentinen und ich hatte mich auf einen „abgelegenen“ Strand gefreut. Leider ist der fast touristischer als die anderen, man muss sogar in die Strandduschen Geld einwerfen und das Parken ist sehr abenteuerlich (entlang der Serpentinen auf den Berg hinauf). Es gibt ein Lokal und man kann Kayak fahren. Für die Größe des Strandes war allerdings schon in der Früh recht viel los, wir haben uns irgendwie nicht so richtig wohl gefühlt dort. (Die Abreise war dafür wieder toll, die Straße hin ist eine Einbahn den Berg hinunter, und retour geht es dann eine andere Straße wieder hinauf – tolle Aussichten sind garantiert!)

Die Nummer 11 auf der Karte oben soll wunderschön sein. Leider ist der Strand aufgrund von Felsstürzen seit einiger Zeit gesperrt. Angeblich ist er trotzdem gut besucht, ohne Kinder hätten wir ihn uns sicher angesehen, aber mit Kindern wird man doch etwas vorsichtiger (zumindestens wenn sie dabei sind :-p)

Shoppen

  • Supermärkte Masymas und Consum Unsere Lebensmittel haben wir primär bei Masymas gekauft, einer lokalen Supermarktkette. In den Sommermonaten haben die Stores lange geöffnet und auch Sonntags ist bis 15h offen. Abgewechselt haben wir unsere Supermarktbesuche mit einem Consum. Das Angebot ist ähnlich und beide haben ein tolles Angebot an frischen Meeresfrüchten!
  • Bio-Bauer Oscar (Bio Xabia) Ein Tipp unserer Gastgeber war der Bio Bauer Oscar. Sehr abseits gelegen, ohne Tipp hätten wir ihn nie gefunden. Aber die Suche absolut wert! Sehr freundlich und die Produkte alle top – und die Preise nicht zu schlagen. Wir haben für eine volle Kiste so viel bezahlt wie wir daheim wohl nur für die Wassermelone gezahlt hätten (nicht Bio, wohlgemerkt)

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  • Tres Peques Schön Kindersachen (im Sale!) haben wir bei Tres Peques direkt in Javea gefunden. Das Geschäft liegt in der Nähe vom Hafen, bei einem Kreisverkehr mit Delfinen in der Mitte :-)
  • Ale-Hop Quasi DIE Entdeckung des Urlaubs für mich war die Kette Ale-Hop. Ich hätte dort alles kaufen können. Aktuelle Muster (Kakteen, Flamingos, Ananas…), bunte Farben… es gibt dort irgendwie alles, von Brillenetuis über Geschenkideen bis zu Regenmänteln und Papeterie. Wir haben einige Souvenirs von dort mitgenommen.

Die Altstadt von Javea fanden wir eher unspektakulär. Wir sind kurz durch spaziert, haben etwas gegessen, aber ein richtiges Highlight haben wir nicht gefunden.

Denia

Eine Nachbarortschaft heißt Denia, so wie eine meiner ältesten Freundinnen (seit der Volksschule). Es war daher klar, dass wir uns den Ort unbedingt ansehen müssen! Gelandet sind wir zuerst gleich mal am Strand Marineta Casiana. Er liegt eher südlich, ist recht schmal und feinsandig. Es war nicht viel los als wir dort waren, das Wasser war allerdings auch nicht so klar, es gab Algen und der Sand hat teilweise nicht gut gerochen. Wir hatten trotzdem einen schönen Vormittag dort, haben Löcher gegraben und haben uns das Wasser von den Algen nicht vermiesen lassen. Denia, Costa Blanca, Spanien Weiter ging es dann über den schönen Hafen (und kleine versteckte Gässchen, in denen die Einheimischen bunt und ausgelassen gefeiert haben) in die Altstadt. Es gibt dort auch ein Castillo, das wir aber aus Zeitmangel (und unglaublicher Hitze an diesem Tag) nicht angeschaut haben. Dafür waren wir essen, den Lokaltipp gibt es in Kürze. Noch ein zweites Mal waren wir dann in Denia, diesmal an einem anderen Strand. Der war weit schöner und es gab gute Lokale – wir haben Paella am Strand gegessen, also wenn das nicht Urlaub ist… Wenn ihr also in der Nähe seid und etwas Zeit habt spaziert doch einfach durch Denia, es lohnt sich!

Villajoyosa

Den ersten richtigen Ausflug haben wir nach Villajoyosa unternommen! Ich hab im Reiseführer die bunten Häuserfronten gesehen und war sofort verliebt. Da musste ich hin. Meine Familie hab ich damit gelockt, dass es dort auch eine der legendären spanischen Schokoladenfabriken gab. Noch nie gehört? Ok, nein, ich vorher auch nicht, aber anscheinend können die Spanier wirklich gute Schokolade machen. Wir haben also die Valor Schokoladenfabrik besichtigt (und sehr viel Schokolade verkostet!) und sind dann weiter zur Strandpromenade gefahren, bei der die bunten Häuser zu finden sind. (Es gibt dort eine gute Parkmöglichkeit in einer Parkgarage).

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Wir sind zuerst ein bisschen an der Promenade entlang gegangen und haben Fotos gemacht. Sie ist wirklich wunderschön, nicht nur durch die bunten Häuserfronten, sondern auch durch die vielen Palmen und Lokale. Absolut empfehlenswert! Den Nachmittag haben wir dann am Strand verbracht. Feiner Sand, klares Wasser, also man kann durchaus auch nur für einen Badetag hierher kommen!

Altea

Altea, Costa Blanca, Spanien Eine absolute Empfehlung kann ich auch für den Ort Altea abgeben! Weiße Häuser in den Hang gebaut, kleine Gassen, durch die keine Autos passen (zumindestens oben in der Altstadt) und tolle Aussichten! Wir haben auf einem kleinen, öffentliche Parkplatz oberhalb der Kirche geparkt (neben einem schönen Spielplatz) und sind durch die kleinen Gassen Richtung Kirche (La Mare de Déu del Consol – mit einer schönen, blau-weißen Kuppel) spaziert. Dabei sind wir an vielen kleinen Geschäften vorbei gekommen und haben auch das ein oder andere gekauft. Dann haben wir gut gegessen (auch dazu bald mehr) und haben uns dann auf den Weg zum Strand gemacht. Altea, Costa Blanca, Spanien Leider haben wir über die ganze Länge keinen Parkplatz gefunden, haben es also dann bleiben lassen. Der erste Eindruck war aber gut, also ich denke, man kann auch dort gut baden gehen.

Elche

Dieser Ort ist bekannt für seine Palmen. Über 200.000 Stück verteilen sich angeblich über die Stadt. Wir haben den Tag im Huerto del Cura gestartet, einem großen Palmengarten, der seit 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Ursprünglich habe ich ihn mir sehr viel größer vorgestellt, als er ist. Die Größe reicht aber durchaus aus um als Familie gemütlich durch zu spazieren und allerhand über Palmen zu lernen. Es gibt zwischendrin kleine Teiche mit Fischen und auch tolle, riesige Kakteen. Auch Österreich ist dort quasi vertreten, in Form einer Sissi Büste – Sissi hat den Garten auch einmal besucht. Am Kiosk haben wir noch einige Datteln gekauft und haben uns dann auf den Weg durch die Stadt gemacht. Es gibt dort einige Parks mit tollen Spielplätzen (am besten hat uns der Parc Municipal gefallen) und in der Altstadt Kirchen und Ruinen. Auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Valencia

valencia, costa blanca, reisen mit kind Eigentlich wollten wir große Städte ja meiden, irgendwie sind wir dann trotzdem für einen Tag in Valencia gelandet. Wir sind durch die Altstadt spaziert (die Regenbogenbänke sind der Hammer, oder?), haben Paella Valenciana von einem urtypischen Stand beim Markt gegessen und haben den tollsten Spielplatz aller Zeiten entdeckt: den Gulliver Spielplatz. Eigentlich ein Kunstobjekt, kann hier eine liegende, riesige Gulliver Figur beklettert werden. Unsere Kinder sind eigentlich noch etwas zu klein dafür, wir hatten aber trotzdem unseren Spaß! (Achtung: wie eigentlich alles in Spanien gibt es auch dort Mittagspause! Der Spielplatz ist zwar gratis, aber überwacht, daher macht er über mittag zu und hat erst ab 17:30h wieder geöffnet) valencia, costa blanca, reisen mit kind, gulliver

Jesus Pobre

An unserem letzten Abend, einem Sonntag, haben uns unsere Gastgeber noch auf den Sonntagsmarkt nach Jesus Pobre entführt. In einem alten Steingebäude, in dem früher Rosinen getrocknet wurden, findet dieser Markt allwöchentlich statt. Es bietet sich an zeitig zu kommen, da die gemütlichen Tische bald besetzt sind. Es gibt einen Spielplatz und auch Toiletten, man kann also durchaus mehr Zeit dort verbringen. Das Essen war köstlich, wir haben uns durchgekostet und sind auch am letzten Urlaubsabend pappsatt und glücklich ins Bett gegangen. jesus pobre, spain jesus pobre, spain Das ist hier schon ganz schön lange geworden, darum verrate ich euch unsere Topp Lokal-Finds in einem separaten Artikel! Kommt also bald wieder (oder abonniert meinen Newsletter, um den wohl schönsten Wickelraum Spaniens nicht zu verpassen!)

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