{Family} 2 Monate mit 2 Kindern

Mit zwei Kindern vergeht die Zeit wirklich noch etwas schneller als mit einem – hätte ich nicht gedacht! 2 Monate sind wir nun also schon zu viert (fünft mit Hund), und langsam spielt sich wirklich alles ein.

Der große Bruder

Die Autonomiephase dauert an und ich tu mir schwer, nicht oft zu schimpfen. Ich versuch mich dann immer in ihn hinein zu versetzen, zu verstehen, warum er etwas auf eine bestimmte Weise tut und wie ich ihm ev. helfen kann. (Wie es Alfie Kohn in „Liebe und Eigenständigkeit: Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung„* empfiehlt) Oft klappt das gut, dann bin ich richtig stolz auf mich, und merke auch, wie sich ein angehender Konflikt manchmal einfach in Luft auflöst. Manchmal habe ich aber auch schlechte Tage und erwische mich beim Schimpfen. Meist ist das eher kontraproduktiv und macht alles noch schlimmer. Ich arbeite also dran.

Oliver plaudert immer noch wie ein Wasserfall, ich plane gerade einen Artikel mit seinen lustigsten Aussagen, da sind manchmal echte Knüller dabei. Er hat auch immer noch einen unglaublichen Bewegungsdrang, es wird immer gelaufen, gehüpft, geklettert oder geschossen. Bälle sind nach wie vor seine liebsten Spielsachen.

Als großer Bruder macht er sich nach wie vor sehr gut, er kuschelt sie immer noch gerne und fragt immer wo sie ist, was sie macht und will schauen gehen. Natürlich ist er auch ein bisschen eifersüchtig, das merke ich, wenn er öfter getragen werden will (so wie das Baby), weint um etwas zu bekommen (so wie es das Baby macht) und mich wieder „Mami“ statt „Mama“ nennt – was ich unglaublich süß finde. Heute ist er sogar auf mir eingeschlafen, wie damals, als er noch ganz klein war. Schön, so nehm ich die Eifersucht, so kann das bleiben :-)

Die kleine Schwester

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Helena ist ein unglaublich süßes Baby und ich genieße jeden Moment mit ihr! Sie weint natürlich, wenn irgendwas nicht passt, aber grundsätzlich eher wenig. Hab ich schon bei ihrem Bruder immer gesagt, er ist mein Sonnyboy weil er so viel lacht und immer freundlich ist, toppt sie das fast noch! Sie lacht eigentlich immer (wenn sie nix drückt oder zwickt), manchmal einfach mit sich alleine im Bettchen. Dort liegt sie nämlich mittlerweile auch ein bisschen alleine (also wir sind natürlich im selben Zimmer), so dass ich mich alleine mit Oliver beschäftigen kann für ein paar Minuten. Das ging jetzt einige Wochen lang überhaupt nicht, da wollte sie nur an mir sein (5 Wochen Schub und 8 Wochen Schub denke ich, dürften ineinander über gegangen sein :-))

Immer noch wird sie sehr gerne getragen, in den letzten Tagen lag sie aber auch schon ein paar Mal erfolgreich für eine kurze Zeit im Kinderwagen! Fläschchen nimmt sie auch, ich pumpe dafür ungefähr 1x pro Woche ab und Max füttert sie, damit sie es gewohnt ist für Notfälle. Den Schnuller brauchen wir dafür so gut wie gar nicht mehr, sie nuckelt da lieber an der Brust. Sie spuckt immer noch sehr viel teilweise, ich bin noch am austesten, ob das mit meiner Ernährung zu tun hat (ist aber so schwer zu sagen finde ich). Nachdem sie aber gut zunimmt, hoffe ich einfach, dass sich das bald gibt. Ich versuche es ihr so angenehm wie möglich zu machen, dh sie so oft es geht aufrecht zu halten, den Kopf immer etwas erhöht zu legen etc.

Ich freu mich schon auf die kommenden Jahre mit meinem Mädchen, bisher bin ich einfach schockverliebt!!

Die Mama

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Körperlich gehts mir nach dem Kaiserschnitt wieder sehr gut, es ist fast, als wär gar nix gewesen, wenn die Narbe nicht wär. Natürlich geh ich es weiterhin langsam an und der Sport beschränkt sich auf Rückbildungsgymnastik und Spazieren (in der Vergangenheit wäre das anders gewesen, aber nachdem ich nun auch eine Ausbildung zum Training in Schwangerschaft und danach mache, sehe ich quasi schwarz auf weiß vor mir, wie man es machen sollte – da fällt es schwer, es dann anders zu machen :-))

Auch sonst gehts mir sehr gut, der Schlafmangel ist nicht ganz so schlimm und es hat sich eigentlich alles ganz gut eingespielt. Helena ist wirklich ein sehr braves Baby. Natürlich weint sie und hat ihre Phasen, aber beim zweiten Baby hat man doch irgendwie mehr den Dreh raus. Ich weiß, wenn sie sehr anhänglich ist, dass diese Phase vorbei geht und trage sie gern fast 24h bei mir am Körper mit – ich weiß ja, dass es bald wieder anders ist und sie irgendwann gar nicht mehr so viel kuscheln will. Dieses Wissen hat man einfach beim ersten Kind nicht, da denkt man nur oh Gott, so ist das jetzt, was ist wenn das so bleibt. Oder wenn sie länger weint, scheinbar grundlos, dann weiß ich, dass sie vielleicht nur müde ist und nicht in den Schlaf findet. Ich hab aber dieses Grundvertrauen, dass sie wieder aufhört zu weinen, das ich einfach manchmal nichts tun kann, außer da zu sein.

Ich schaff auch nach wie vor ganz gut auch mal was für mich zu machen. Natürlich anders durchs Stillen, aber ich nehme mir Zeit unsere Mahlzeiten zu planen (nicht immer, aber immer öfter), zu kochen und zu backen (was mich meistens entspannt), für meine Bewegung, meinen Blog und andere Dinge die mir Spaß machen. Das ist auch anders beim zweiten Kind: ich weiß, wenns mir gut geht, ist einfach alles irgendwie besser, auch die Laune meines Kindes! Daher ist es wirklich wichtig, auch auf mich zu schauen. (Das heißt jetzt nicht, das ich immer alle To-Dos auch so schaffe, wie ich sie mir vornehme, aber ich hab das Gefühl ich schaff es meistens ganz gut. Und an Tagen an denen ich weniger weiterbringe ists auch gut, es werden wieder bessere kommen)

Wir als Familie

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Wie schon im letzten Monat beschrieben haben wir ja auch viel Zeit als Familie, was wir immer sehr genießen! Mittlerweile war ich sogar schon mit Oliver alleine im Zoo einen ganzen Vormittag lang, während der Papa daheim die Zeit mit dem Baby genossen hat. Das abgepumpte Fläschchen hat sie nicht einmal gebraucht. So entspannt hätten wir das beim ersten Baby alles nicht gesehen, und auch wenn ich mich wiederhole: manches ist wirklich einfacher beim zweiten Mal :-)

Bisher sind wir hier jedenfalls nicht im Chaos versunken, alle sind (meistens) zufrieden soweit ich das beurteilen kann, und auch der Hund hat die Änderung gut verkraftet. Ich merke eigentlich keine Änderung bei ihr, auch wenn sie momentan erst an 3 Stelle kommt für uns Erwachsenen.

Das war wieder mein Update, mal sehen, ob ich jedes Monat so viel zu schreiben haben in Zukunft.

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{Clean Eating} Herbstliches Apfel-Lebkuchenbrot

Der Herbst ist da, und mit ihm auch die Erkältungszeit. Uns hat es schon das erste Mal erwischt, stimmt wohl wirklich, dass man mit Kindern öfter krank ist. Und was tut man in so einem Fall? Richtig: backen!

Backen gehört für mich zum Herbst wie Erkältungen, bunte Blätter und Tee. Es hat einfach etwas heimeliges, wenn der Backofen heiß ist und es gut duftet in der Wohnung. Nachdem wir Unmengen an köstlichen Golden-Delicious Äpfeln aus Papas Garten hier herumkugeln haben, die gegessen werden möchten (von uns, nicht von den Ameisen, die darin teilweise wohnen :-)), gab es mittlerweile schon einiges Male dieses Apfelbrot bei uns:

Clean Eating Apfel Lebkuchenbrot

Herbstliches Apfel-Lebkuchenbrot

Zutaten für eine Kastenform*
meine ist fast 30cm lang, dafür ist sie nicht ganz voll. Man kann also auch eine kleinere verwenden, wo das Brot dann einfach höher wird.

450g geriebene Äpfel (ca. 3 große, oder 2,5 Tasse á 250ml)
1,5 TL Zitronensaft
400g Mehl (3 Tassen)
1 EL Backpulver
1 EL Lebkuchengewürz
1 TL Salz
250ml Milch (1 Tasse)
125ml flüssiges Kokosöl (1/2 Tasse)
100ml Ahornsirup
Optional: 70g Rosinen (1/2 Tasse)

Zubereitung

  • Den Ofen auf 180°C vorheizen und die Kastenform einfetten.
  • Die Äpfel reiben, es sollten in geriebenem Zustand ca. 450g sein (ich schäl sie nie vorher, aber das Rezept klappt auch mit geschälten). Die Äpfel in ein Sieb geben und über einer Schüssel so viel Flüssigkeit wie möglich ausdrücken (bei mir war das fast ein Glas, ca 200ml – bester cleaner Apfelsaft übrigens, nicht wegschütten, unbedingt trinken!!). Zitronensaft über die Äpfel träufeln und beiseite stellen.
  • Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen.
  • In einer anderen Schüssel Milch, Kokosöl und Ahornsirup mischen.
  • Nun beide Mischungen zusammen rühren und die Äpfel darunter mischen. (Und optional auch die Rosinen)
  • Den Teig in die vorbereitete Form füllen und ca. 45 Minuten backen, bis eine Backnadel sauber wieder hinaus kommt. (Sonst einfach noch ein paar Minuten länger im Ofen lassen)

Clean Eating Apfel Lebkuchenbrot

Das Brot ist sehr saftig und ausgiebig (sprich nicht flaumig und luftigleicht), passt somit wie ich finde perfekt in den Herbst, wo man doch etwas mehr Substanz braucht :-) Es ging hier jedes Mal weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, und was ich vorher über den Geruch gesagt hab: die Wohnung duftet beim Backen einfach herrlich! Allein das wäre schon Grund genug es bald wieder zu backen.

Ich hoffe euch hat die Schnupfenzeit noch verschont?!

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Kaiserschnitt – Meine Antworten auf häufig gestellte Fragen – FAQs

Nach 2 Kaiserschnitten hab ich nun schon einiges an Erfahrung mit dieser Operation. Nachdem ich immer wieder die selben Fragen gestellt bekomme, dachte ich, ich fasse meine Antworten hier übersichtlich zusammen. So können sich auch werdende Mamis, die den Eingriff noch vor sich haben, informieren. Vielleicht kann ich so der ein oder anderen offene Fragen beantworten und die Angst vor dem Eingriff nehmen. (Über meine Zweifel nach den Eingriffen, und warum ein Kaiserschnitt meiner Meinung nach nicht weniger Geburt ist als eine Spontangeburt, könnt ihr hier nachlesen.)

Wie wird entschieden, ob ich mein Kind per Kaiserschnitt oder auf normalem Weg zur Welt bringe?

Für einen Kaiserschnitt gibt es manchmal medizinische Gründe – zum Beispiel wenn das Kind schlecht liegt, eine Plazenta praevia (bei der die Plazenta über dem Muttermund liegt) vorliegt uvm. In so einem Fall wird der Arzt der werdenden Mutter zu einem Kaiserschnitt raten und sie hat oft keine Wahl. Liegt kein medizinischer Grund vor, wird normalerweise eine Spontangeburt angestrebt – außer die Mutter möchte ausdrücklich einen Kaiserschnitt, dann kann sie das auch selbst entscheiden. (Wobei nicht alle Krankenhäuser geplante Kaiserschnitte ohne medizinischen Grund durchführen.)

Darf der Vater bei einem Kaiserschnitt mit in den OP Saal?

Im Normalfall ja. Sogar bei meinem ersten Kaiserschnitt, der ja aus einer Notsituation heraus gemacht wurde, durfte mein Mann mit hinein. Er sitzt dabei am Kopfende und steht der Frau bei – das ist auch bei einer „Bauchgeburt“ sehr hilfreich. Der Blick zum Operationsbereich ist durch ein Tuch abgeschirmt, er sieht also nichts was im Bauchbereich passiert.

Bin ich während eines Kaiserschnitts unter Vollnarkose und verpasse die Geburt meines Kindes?

Nein, nicht zwangsläufig! Wird ein Kaiserschnitt geplant, erfolgt die Betäubung mittels Kreuzstich/PDA, das heißt, man ist bei vollem Bewußtsein und erlebt so die Bauchgeburt seines Kindes mit!

Bei einem Notkaiserschnitt ist die Zeit allerdings oft knapp und diese Art der Betäubung ist nicht immer möglich. In so einem Fall erfolgt eine Vollnarkose und man sieht sein Kind erst nach der Aufwachphase. (Notkaiserschnitt heißt jedoch nicht automatisch Vollnarkose. Ich hatte ein paar Stunden zuvor nach tagelangen Wehen schon eine PDA bekommen, hier wurde dann vor dem Notkaiserschnitt nur noch einmal nachdosiert und so konnte ich auch die Geburt meines ersten Sohnes „wach“ miterleben.)

Hier kommt es also wirklich auf die Situation an, alles ist möglich.

Was kann ich tun, damit das Stillen nach dem Kaiserschnitt klappt?

Das sogenannte Bonding ist nach jeder Geburt wichtig – Mutter und Kind müssen eine Beziehung zueinander aufbauen, und je schneller das nach der Geburt erfolgt, desto besser ist die Beziehung (angeblich) auch später. Und desto besser klappt es auch mit dem Stillen. Heutzutage wird auf das Bonding viel Wert gelegt, in guten Krankenhäusern wird auch nach einem Kaiserschnitt darauf geachtet. Meine Babies wurden mir beide noch im OP Saal auf die Brust gelegt, wir hatten viel Zeit gemeinsam. Meine Babies hatten auch beide einen starken Saugreflex und haben sofort die Brustwarzen gesucht – das Stillen hat also problemlos funktioniert.

Mein Tipp: ich habe nie darauf gehört, meine Kinder eine vorgegebene Zeit lang trinken zu lassen oder in einem bestimmten Rhythmus anzulegen. Ich hab sie einfach nuckeln lassen so lange und so oft sie wollten, habe sie auch an der Brust einschlafen lassen (auch wenn das nach 2 Minuten war). Meiner Meinung nach verhungert kein Baby freiwillig, wenn es Hunger hat wird es sich schon melden (ausgenommen Frühgeburten oder kranke Babies!). Ich habe auf die Instinkte meiner Babies vertraut, und es gab nie Probleme!

Ist ein Kaiserschnitt weniger schmerzhaft als eine natürliche Geburt?

Nein. Die Schmerzen verschieben sich nur. Beim Eingriff selbst hat man keine Schmerzen (man spürt ihn, aber nicht schmerzhaft, ich habe das schon hier beschrieben), allerdings danach. Die ersten Tage sind wirklich schlimm, jede Bewegung schmerzt, der Bauch ist einfach immer irgendwie involviert. Danach wird es leichter, aber ein paar Wochen muss man schon mit Beeinträchtigungen rechnen. Insgesamt würde ich also sagen, dass der Kaiserschnitt sogar schmerzhafter sein kann (je nach individuellem Schmerzempfinden).

Schützt ein Kaiserschnitt vor Beckenbodenschwäche?

Auch hier leider nein. Der Beckenboden wird schon in der Schwangerschaft stark gefordert, daran ändert auch die Art der Geburt nichts. Die paar Stunden einer natürlichen Geburt fallen hier nicht ins Gewicht, der Beckenboden sollte also idealerweise schon vor und während der Schwangerschaft trainiert werden. Auch nach der Geburt (egal wie diese statt gefunden hat) sollte das Training wieder aufgenommen werden.

Wie lange brauche ich, um mich von einem Kaiserschnitt zu erholen?

Das ist sehr individuell. Bei meinem ersten Kaiserschnitt bin ich am nächsten Tag schon am Krankenhausflur herumspaziert (wenn auch mit Schmerzen). Beim zweiten konnte ich 3 Tage lang nicht aus dem Bett aufstehen, ohne in Ohnmacht zu fallen, mein Kreislauf war einfach zu schwach. Dafür ging es mir beide Male nach ungefähr 2-3 Wochen schon wieder sehr gut und ich konnte alles machen. Ich habe aber schon öfter gehört, dass es vielen Frauen länger schlechter geht, das ist also auch wieder sehr vom Schmerzempfinden der Frau abhängig.

Kann ich mich nach einem Kaiserschnitt gut um mein Kind kümmern?

Ja! Das Stillen klappt auch liegend im Bett wunderbar, und man kann auch im Krankenhausbett die Windeln des Babies wechseln, wenn man das möchte. Ich hatte meine Babies immer bei mir im Bett, und konnte sie gut versorgen.

Daheim klappt das dann auch sehr gut. Man darf das Baby heben (aber nichts, das schwerer ist!), beim ersten Kind ist das also kein Problem. Beim zweiten dann schon eher, wobei ich meinem Zweijährigen ganz gut erklären konnte, warum ich ihn nicht heben darf. Er hat meine Wunde und später Narbe immer sehen wollen, wir haben sehr viel und oft darüber gesprochen. Verstanden hat er es vermutlich nur bedingt, aber er hat akzeptiert, dass ich ihn nicht tragen oder heben kann. Erst nach ungefähr 7 Wochen habe ich ihn in einer Notsituation (er ist in der bremsenden Straßenbahn gestürzt) gehoben, zusätzlich zum Baby im Tragetuch – ohne Schmerzen, und ich habe den Beckenboden aktiv angespannt. Seitdem möchte er wieder öfter gehoben oder getragen werden, ich versuche das aber sehr zu limitieren.

Wie schnell kann ich nach einem Kaiserschnitt wieder mit Sport beginnen?

Sport sollte nach jeder Geburt ganz vorsichtig angegangen werden. Am wichtigsten ist, dass sich der Körper wieder gut erholt und vor allem der Beckenboden gut trainiert wird. Erst wenn der Beckenboden wieder halbwegs gekräftigt ist, sollte mit anstrengenderem Sport begonnen werden.

Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining können nach einer natürlichen Geburt sehr bald wieder aufgenommen werden. Nach einem Kaiserschnitt sollte man jedoch einige Wochen warten, je nach sportlicher Verfassung vor der Schwangerschaft. Am besten immer mit dem Gynäkologen und/oder eine Hebamme besprechen, ab wann mit Sport begonnen werden kann.

Habt ihr noch weitere Fragen? Ich füge sie mit meiner Antwort hier gerne doch dazu. Oder stimmt ihr in einer Antwort nicht mit mir überein? Ich freue mich über weitere Erfahrungen in den Kommentaren.

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{Clean Eating} Süßkartoffel Walnuss Muffins

Der Herbst ist für mich immer ein bisschen der Startschuss den Backofen anzuheizen! Im Sommer macht das nur bedingt Spaß, und außerdem haben im Herbst einfach die besten Lebensmittel Saison. Vor Kurzem hatten wir Besuch und ich wollte etwas backen. Eigentlich was mit Kürbis (ich hab an meine Kürbiskuchen-Mini-Muffins gedacht), aber leider hatte unser Supermarkt an diesem Tag nur Zierkürbisse im Angebot – also hab ich kurzerhand Süßkartoffel mitgenommen, irgendwas würde mir damit schon einfallen.

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Ein Rezept für Muffins mit Süßkartoffeln hab ich dann schnell hier gefunden, wollte es aber noch etwas abändern (sonst wärs ja nicht ich). So konnte ich auch erstmals in dieser Saison mein geliebtes Lebkuchengewürz verwenden :-) Herausgekommen sind leckere Süßkartoffel-Walnuss-Muffins – nicht zu süß, perfekt als Snack und zum Mitnehmen. Hier mein Rezept:

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Süßkartoffel-Walnuss-Mini-Muffins

Zutaten für 17 Stück Mini-Muffins
(ungefähr 8 normal große, je nach Form)

150g Haferflocken (= 1/2 Tasse á 250ml)
1 TL Backpulver
1 TL gemahlene Vanille
1,5 TL Lebkuchengewürz
Prise Salz
4 Eier
200g Süßkartoffelpüree (= ca. 1 Tasse oder 1 mittelgroße Kartoffel)*
125ml Kokosöl flüssig (1/2 Tasse)
60ml Honig (1/4 Tasse) – alternativ ein anderes flüssiges Süßungsmittel wie Ahornsirup…
50g Walnüsse (+ 17 halbe zur Deko)

*Für das Püree einfach eine Süßkartoffel im Ofen bei 200°C weich backen, oder alternativ geht das auch in der Mikrowelle, wenn man nicht extra den Ofen aufheizen möchte.

Zubereitung

  • Den Ofen auf 200°C vorheizen und eine Mini-Muffinform einfetten.
  • Die Haferflocken in der Küchenmaschine zu einem Mehl verarbeiten (muss nicht besonders fein sein).
  • Zuerst die restlichen trockenen Zutaten (bis auf die Nüsse) zugeben und vermischen.
  • Dann nacheinander die feuchten Zutaten dazu geben und alles zu einem glatten Teig vermischen.
  • Nun die Nüsse unterheben und den Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen.

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Wie gesagt sind die Muffins nicht sonderlich süß, mein Mann meinte, da kann man ja noch Marmelade dazu reichen :-) Unseren Gästen, Oliver und mir haben sie aber auch ohne gut geschmeckt, wir sind gar nicht mehr dazu gekommen, sie auch mit Marmelade zu versuchen.

So, damit ist der Auftakt gemacht, ich hab schon viele herbstliche Rezepte im Kopf, mal sehen, wie viele davon es auf den Blog schaffen werden!! Habt ihr irgendwelche Wünsche? Ungesunde Herbst/Winter-Rezepte, für die ihr eine cleane Version sucht?

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Ein Kaiserschnitt ist nicht weniger Geburt

Ich hatte nun 2 Kaiserschnitte und beide Male hätte ich gerne per Spontangeburt entbunden. Das ist nun mal einfach die natürlichere Variante und es ranken sich so viele Mythen rund um den Kaiserschnitt, dass ich anfangs sehr abgeschreckt war: man kann dann nicht so gut stillen, die Bindung funktioniert nicht so gut und die Kinder sind öfter krank. Doch stimmt das wirklich?

Beim ersten Mal haben wir lange gewartet, 10 Tage nach Termin dann mit dem Einleiten angefangen und wirklich alles ausprobiert, was es so gibt (die genaue Story könnt ihr hier, hier und hier nachlesen – ja, es ist eine lange Geschichte, wie gesagt haben wir viel versucht, um einen Kaiserschnitt zu vermeiden). Am Ende war der Kaiserschnitt unausweichlich und im Endeffekt sicher die beste Wahl für mein Kind, welches glücklicherweise vollkommen gesund zur Welt kam.

Ich habe lange mit der Sache gehadert – sollte mein Körper nicht im Stande sein, ein Kind auf natürlichem Wege zur Welt zu bringen? Wieso hat er keine Wehen ausgelöst bzw. die eingeleiteten Wehen den Muttermund nicht geöffnet? Die Antworten auf diese Fragen werde ich wohl nie erfahren. Eventuell ist die Form meiner Gebärmutter der Grund, sie ist laut Gynäkologin nämlich herzförmig, wenn sie sich komplett zurückgebildet hat. Oder aber es sind die Verwachsungen aufgrund der Endometriose, dem Polyp in der Gebärmutter und den damit verbundenen Operationen. Oder es ist etwas komplett anderes.

Als ich nun das zweite Mal schwanger war, habe ich natürlich wieder auf eine natürliche Geburt gehofft. Aber auch diesmal haben wir vergeblich gewartet, die Wehen kamen nicht. Schweren Herzens habe ich also an ET+9 den Kaiserschnitt geplant und stundenlang überlegt, ob ich nicht mit dem Spital nochmals reden soll, und wir eventuell noch über das Wochenende warten (bis ET+12). Verschiedene Gründe haben mich allerdings davon abgehalten, und gut war es, denn es stellte sich heraus, dass die Nabelschnur meiner Tochter 3x um ihren Hals gewickelt war. Sie war dadurch gar nicht erst ins Becken gerutscht, und ich bin meinem Körper und ihr ewig dankbar dafür – ich will gar nicht darüber nachdenken, was alles passieren hätte können. Diesmal war ich also wirklich wirklich froh über den Kaiserschnitt!

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Warum ein Kaiserschnitt nicht der „einfachere“ Weg ist

Viele Frauen entscheiden sich heutzutage für einen Wunschkaiserschnitt. Aus den verschiedensten Gründen. Manche kann ich gut nachvollziehen, vor allem natürlich die medizinischen, aber auch die persönlichen haben ihre Berechtigung. Oft hört man jedoch, dass man sich bei einem Kaiserschnitt etwas „erspart“ – nämlich die anstrengende, schmerzhafte Geburt.

Nachdem ich nun einmal tagelang Wehen hatte (die eingeleiteten, die angeblich ja noch schmerzhafter sind, als die natürlichen), und somit zumindestens einen großen Teil einer Geburt mitgemacht habe, mit Blasensprung und allem drum und dran, und zusätzlich zweimal einen Kaiserschnitt hatte, wage ich folgendes zu behaupten: „einfacher“ ist ein Kaiserschnitt auf keinen Fall!!

Immerhin wird der Bauch aufgeschnitten, inkl. Muskelgewebe, Gebärmutter etc. – es handelt sich dabei um eine richtige Bauchoperation. Das Prozedere an sich ist schon nicht angenehm – durch die moderne Methode, bei der die Narbe relativ klein und weit unten ist, wird viel vom Gewebe nicht geschnitten, sondern gerissen. Es wird hin und her geruckelt und gezerrt, und man spürt das als Frau trotz Betäubung. Diese eliminiert nämlich nur den Schmerz und Kälte, nicht aber Berührung. Es fühlt sich also an, als würde man ausgeweidet. Anders kann ich das Gefühl gar nicht beschreiben. Von dem her war der Not-Kaiserschnitt eigentlich „angenehmer“, weil ich alles im Schock wie in Trance erlebt habe. Erst jetzt beim zweiten Mal konnte ich alles bewußt erleben, den OP ansehen, vor der PDA zittern, lustige Fotos beim Warten machen… :-)

Generell kann man sagen: man braucht länger, um sich von einem Kaiserschnitt zu erholen, als von einer natürlichen Geburt. Auch wenn es hier meist zu Geburtsverletzungen kommt, die schmerzhaft und langwierig sein können – es ist weniger Gewebe beschädigt, als durch den tiefen Schnitt im Bauch. Die Nachwehen sind nach einem Kaiserschnitt nochmal um einiges schlimmer – immerhin kontrahiert die Gebärmutter, welche zuvor aufgeschnitten und dann wieder zugenäht wurde. Auch der Gang zur Toilette ist nicht angenehm, da Blase und Darm mit der Gebärmutter im Bauch um Platz wetteifern und sich alles bewegt und somit schmerzt.

Bei mir kam beim zweiten Mal noch der Kreislauf hinzu – aus irgendeinem Grund hat der diesmal enorm lange gebraucht, sich wieder zu erholen. Dadurch musste ich länger im Bett liegen und war auf Hilfe angewiesen, was ich überhaupt nicht mag. Katheter, gewaschen werden, sich alles bringen lassen…

Das klingt jetzt alles sehr negativ, soll aber nur zeigen, dass die vermeintlich „einfachere“ Option auch kein Spaziergang ist. Wobei ich aber auch keine Angst schüren möchte unter jenen, für die ein Kaiserschnitt notwendig ist – ich war beide Male erstaunt, wie schnell ich mich eigentlich trotz dem Schnitt im Bauch wieder ganz gut bewegen konnte. Aber eben nur „ganz gut“.

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Stillen, Bindung und Gesundheit nach einem Kaiserschnitt

Davor hatte ich viel Angst – durch den Kaiserschnitt bedingt nicht stillen zu können, eine schlechter Bindung zu meinem Baby zu haben, und einen schlechteren Gesundheitszustand meines Kindes. Aber: auch nach einem Kaiserschnitt kann man Stillen, und die Bindung zum Kind kann sehr gut sein!!

In dem Krankenhaus in welchem ich entbunden habe, wird glücklicherweise viel Wert auf das sogenannte „Bonding“ auch nach dem Kaiserschnitt gelegt. So wurden mir beide meiner Kinder noch im OP Saal nackt auf den Oberkörper gelegt, ganz nah zum Herzen – ja, auch beim Not-Kaiserschnitt. Wie lange sie da gelegen sind kann ich gar nicht genau sagen, solange ich zugenäht wurde glaub ich. Danach kamen beide mit Papa zu den diversen Untersuchungen, während ich im Aufwachraum noch beobachtet wurde für 1h. Dann trafen wir uns alle wieder im Zimmer und das Bonding ging weiter – beide meiner Babies wussten genau was sie wollen: essen :-) Sie fanden auch die Brustwarze quasi von selbst und wussten genau was zu tun ist, eigentlich wie aus dem Lehrbuch – ich hab nix dazu gemacht, das Stillen hat immer toll funktioniert, weil ich meine Babies einfach machen ließ.

Auch bezüglich der Gesundheit der Kinder kann ich bisher keine negativen Folgen feststellen – eher im Gegenteil, Oliver ist so gut wie nie krank. Ich denke, so etwas kann man nicht pauschal auf die Art der Geburt zurückführen, genauso wenig wie man manche „Folgen“ nicht sicher den Impfungen zuordnen kann. Alles hat immer viele Faktoren und Ursachen, und auch natürlich geborene Kinder haben oft Bindungs-, Still- oder Gesundheitsprobleme.

Jede Geburt ist individuell

…ebenso wie das Schmerzempfinden jeder Frau! Man kann daher nicht pauschal sagen, welches der „einfachere“ Weg ist. Und das sollte auch nie ein Grund für solch eine Entscheidung sein (sofern man sie denn hat – manchmal wird sie einem ja ohnehin abgenommen).

Und: Man ist nicht weniger „Frau“, nur weil man nicht natürlich entbunden hat! Das zeigt schon die Narbe, die man ein Leben lang behält – tragt sie mit Stolz, nicht mit Scham!! Sie repräsentiert eure Babies, eure Kinder – ohne die Narbe wären sie nicht bei euch, nicht gesund. Es gab hierzu schon Aktionen wie diese hier, bei der viele Frauen ihre Kaiserschnittnarbe herzeigen – sehr cool!

Wie habt ihr die Geburt eurer Kinder empfunden? Noch andere Kaiserschnittmamas, die sich solche Gedanken machen? (Das ich nicht alleine bin, mit meinen Gedanken rund um diese Art der Geburt, zeigt die Fülle an Artikeln, die man darüber findet. Einen möchte ich euch besonders ans Herz legen, nämlich den von Jeannine.)

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{Clean Eating} Melanzani Rollatini

Kennt ihr Rollatini? Kannte ich bis vor Kurzem nicht. Nachdem ich sehr gerne Melanzani esse (das sind Auberginen, für meine deutschen Leser :-)), der Mann aber nicht, fand ich mich letztens auf der Suche nach einem Rezept damit wider – ich sollte nämlich nur für mich und Oliver kochen. Es sollte etwas sein, das schnell und einfach geht, gut schmeckt, und ich eventuell mit Oliver gemeinsam kochen kann.

So fand ich Rezepte für Rollatini – kleinen Röllchen aus Melanzani, gefüllt mit Ricotta, alles italienisch gewürzt. Im Endeffekt hab ich einige Rezepte zusammen gemixt und wie immer meine eigene Version kreiert. Und die war so gut, dass sie sogar dem Mann geschmeckt haben :-)

Bezüglich Melanzani und Auberginen fällt mir noch eine lustige Geschichte ein: letztens les ich die Rezensionen zu meinem Kochbuch bei Amazon, und steht da doch tatsächlich in einer, das ich so viele fremde Wörter verwendet habe! Hihi, angeführt ist dann „Zucchino“ als ein neues Wort für Zucchini – das Wort stammt jedoch eigentlich nicht von mir, das hat mir meine Lektorin gelernt. Es handelt sich dabei um die Einzahl von Zucchini, was nämlich die Mehrzahl ist – von allen aber eigentlich immer falsch verwendet wird. Seither sagen wir hier also Zucchino, wenn es nur um eine geht. Aber ich schweife ab, heute geht es um Melanzani, also hier das Rezept:

Melanzani Rollatini (Auberginen)

Melanzani Rollatini

Zutaten für 2 Portionen:

1 große Melanzani
1 EL Olivenöl
250g Ricotta
2 Kugeln Mozzarella
1 EL italienische Gewürze (gemischt, ich hab Oregano, Basilikum und Thymian genommen)
2 Knoblauchzehen
1,5 Tassen á 250ml Tomatensauce*
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Die Melanzani in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen und im Ofen für 20 Minuten braten (nach der Hälfte der Zeit umdrehen).
  3. In einer Schüssel Ricotta, die Hälfte des klein geschnittenen Mozzarellas, die italienischen Gewürze, die gepressten Knoblauchzehen und das Salz gut vermischen.
  4. Eine Auflaufform mit etwas Sauce grundieren. Nun beginnen die Rollatini zu machen: jeweils einen Klecks der Ricottamischung an ein Ende einer Melanzanischeibe geben und diese zu einem Röllchen aufrollen. In die Form legen. Wiederholen bis alle Scheiben aufgebraucht sind.
  5. Mit dem Rest der Sauce toppen und jeweils eine Mozzarellascheibe auf jedes Rollatini legen.
  6. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen.

*Ich hab eine verwendet, in der schon Zwiebel und ein bisschen Gemüse drin sind. Kann man ganz einfach selbst machen (siehe zB hier), findet man aber auch „clean“ im Glas.

Melanzani Rollatini (Auberginen)

Oliver hat mir sogar ein bisschen geholfen: die Käsemischung gerührt, sie löffelweise auf die Melanzanischeiben gegeben und sogar eingerollt. Ich versuche ihn so viel wie möglich in meine alltäglichen Arbeiten, so auch kochen, einzubeziehen. In der Montessori-Philosophie ist das auch stark verankert, die meisten Kinder können nämlich viel mehr, als man ihnen zutraut. Ich bin auch oft überrascht, was er mit seinen zwei Jahren schon alles kann, und freu mich sehr, dass er mir (noch :-)) so gerne hilft!

Geschmeckt haben sie wie gesagt sehr gut, auch wenn ich mit den Fotos nicht ganz zufrieden bin – da sehen sie irgendwie gar nicht so lecker aus (aber nebst Kleinkind und Baby tolle Fotos zu machen krieg ich als Nicht-Fotograf einfach nicht hin, also nehmen wir einfach mit diesen Vorlieb – ihr könnt erkennen wie sie aussehen sollen denk ich). Wie schon erwähnt hat sogar mein Mann sie gut gefunden, der normal keine Melanzani mag – wer weiß, vielleicht konvertier ich ihn noch :-)

Mögt ihr Melanzani/Auberginen? Kanntet ihr Rollatini schon? Wie bezieht ihr eure Kinder beim Kochen mit ein?

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Unser erster Sommer zu Viert

Nun ist er also schon wieder vorbei der Sommer, meine liebste Jahreszeit! Nachdem ich aufgrund der Babypause keine monatlichen Rückblicke gemacht hab, möchte ich hiermit auf den gesamten Sommer zurückblicken – mir helfen diese Berichte immer zu reflektieren, was ich alles geschafft habe, und als Erinnerung dienen sie auch (und ihr lest sie gerne, was ich an den Zahlen so sehe :-))

Das herausragendste Ereignis dieses Sommers war für mich wohl die Geburt unserer Tochter Helena (die Geburtsanzeige könnt ihr hier sehen). Knapp gefolgt vom 2 Geburtstag meines Erstgeborenen. Ich selbst hatte dann 2 Wochen später auch Geburtstag – seit ich Kinder habe gerät der aber irgendwie in den Hintergrund (was mich nicht stört, ich hab ja schon genug Geburtstage gefeiert :-)) Über den ersten Monat mit 2 Kindern habe ich auch schon geschrieben, jetzt kann ich dann bald beginnen über das zweite Monat zu schreiben.

Wir-und-Helena

Hier am Blog bin ich mit Juli in die Babypause gestartet und habe mich von ganz tollen Bloggerkolleginnen vertreten lassen:

Vielen Dank an all die lieben Mamis für eure tollen Beiträge!!

Azukibohnenpudding

Von mir gab es noch die Schwangerschaftswochen 39, 40 und 41 – hätte nicht gedacht, dass ich wieder so lange schwanger sein werde. Dadurch hatte ich allerdings auch genügend Zeit, einige Mahlzeiten für das Wochenbett vorzubereiten – was sich auf jeden Fall ausgezahlt hat (der Stillhunger ist real!! :-D)

Außerdem hab auch ich einen Gastartikel geschrieben – bei der kleinen Botin habe ich wieder einen unserer Lieblingsspielplätze, den Auer Welsbach Park, vorgestellt. Meine neue Liebe zu Lush habe ich hier bekannt, und peinliche Fotos von mir als Hochschwangere beim Tanzen gibt es im Artikel über die Workoutvideos von Julianne Hough.

Seht ihr, so hab ich mich gefreut dort :-D

Sportlich war ich natürlich nicht mehr soooo aktiv am Ende der Schwangerschaft, und nach dem Kaiserschnitt sowieso noch nicht. Zwei Workouts haben es aber trotzdem auf den Blog geschafft – Mamaness Workout #27 und #28. Ein paar Übungen zur Rückbildung mache ich derzeit regelmäßig, dazu wird es bald mehr Infos geben.

Und was erwartet euch hier sonst so im Herbst? Ich habe schon einige tolle Artikel in Planung, und hoffe, die Zeit erlaubt es auch alle zu schreiben. Vorerst werde ich den „2-Artikel-pro-Woche“ Rhythmus vom Sommer beibehalten, mal sehen wie es mir damit geht. Es werden viele Rezepte dabei sein (Kürbiszeit, juhu!!!), einige Babythemen und dann langsam auch wieder mehr sportliche Themen.

Also, auf in einen tollen Herbst!!

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Mama Nuka – unser neues Tragetuch

Schon beim ersten Baby war mir klar: ich möchte es tragen! Die körperliche Nähe erschien mir einfach selbstverständlich, im Kinderwagen war er mir irgendwie zu weit weg ganz am Anfang (und später anscheinend ich ihm, daher wollte er lange gar nicht darin liegen). Wir haben im Lauf der Zeit viele Tragehilfen ausprobiert: das klassische gewebte Tragetuch, ein elastisches Tragetuch, Mei Tais und Tragehilfen bei denen gar nichts mehr zu binden ist. Mein Fazit damals: das Tragetuch ist die einzige Tragehilfe, bei der mir nichts weh tut! Sonst habe ich immer meinen Rücken oder die Schultern arg gespürt, obwohl ich sonst keine Probleme habe.

Auch nun beim zweiten Baby will ich wieder viel tragen – alleine schon der Bequemlichkeit halber. So kann Oliver auch im Wagen sitzen, wenn er müde wird, das Baby „hängt“ ja an mir. Oder ich kann auch mal ganz ohne Wagen weg gehen. Und was ich bisher nach 6 Wochen so sagen kann: auch Helena will getragen werden! Der Kinderwagen geht gar nicht, in diesem Punkt sind wir also einer Meinung :-)

Mama trägt Baby im Mamanuka Tragetuch, Hund an der Leine

Mama Nuka

Es gibt mittlerweile so viele Marken, da fällt die Auswahl schwer. Eine relativ neue Marke möchte ich euch heute vorstellen, weil ich sie auf Anhieb sympathisch fand: Mama Nuka!! Mama Nuka wurde von Stephanie und Stefanie gegründet, die ein Stück Natürlichkeit zurück in unsere Wohlstandswelt bringen möchten, und deshalb bis nach Indien gereist sind. Die Tragetücher sind die ersten, die ohne einen Tropfen Chemie auskommen, denn selbst zertifizierte Bio-Farben enthalten viele synthetische Substanzen. Bei Mama Nuka werden die Tücher rein pflanzlich gefärbt: Rote Beete oder Granatapfel, Gelbwurz oder die Indigo-Blüte – alle machen die Tücher bunt. Wir haben das Tuch „Lilith“ in einem schönen dunklen Grün gewählt, außerdem gibt es noch rosarot, hellblau und dunkelblau.

babytrage-mama-nuka-tuch

Noch ein paar Fakten über die Tücher: sie bestehen aus 100% Bio-Baumwolle aus Indien, sind querelastisch gewebt und trapezförmig geschnitten. Was das alles genau heißt, kannst du hier nachlesen. Das Tuch ist enorm weich, das hat mir gleich gefallen, schon in der Schwangerschaft. Und jetzt kann sich meine Tochter hinein kuscheln – ganz fest, ich muss mir ja keine Sorgen um Chemikalien u.ä. machen.

Baby liegt in Mamanuka Tragetuch eingewickelt

Tragetechnik

Ein Wort noch zur Tragetechnik: wichtig ist, dass das Kind in der sogenannten Anhock-Spreiz-Haltung im Tuch sitzt, das heißt die Beine sind gespreizt und die Knie auf Nabelhöhe. So kommen die Hüftgelenke in die optimale Position und das Becken ist schön gerundet. Das Tuch sollte so fest gebunden sein, dass das Baby nahe am Körper bleibt, wenn man sich vorbeugt. Dann ist sein Rücken auch richtig geschützt. Und was bitte unbedingt vermieden werden soll: das Baby mit dem Gesicht nach vorne zu tragen – auch wenn das mit vielen Komforttragen möglich ist, und auch nach wie vor beworben wird (warum, frage ich mich manchmal, wo doch bekannt ist, dass das sehr schlecht für die Haltung und Hüften des Babies ist, und auch die Überreizung fördert – am liebsten würde ich immer zu allen hingehen, die das Baby „falsch“ herum tragen und sie aufklären, steht mir aber leider nicht zu mich einzumischen – oder?!).

Ich mag die Wickelkreuztrage am liebsten, die kann ich gut binden und habe das Gefühl, mein Baby hat guten Halt. Anleitungen zu vielen Bindetechniken gibt es schon viele online, am besten einfach mal Googlen. (Bzw. finde ich es am besten, sich von einer Trageberaterin alles einmal zeigen zu lassen, auch häufige Fehler, dann kann man sein Baby sicher und beruhigt durchs Leben tragen!)

Wie ist das bei euch so, tragt ihr, oder verwendet ihr lieber den Kinderwagen? Was sagen die Babies dazu? :-)

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In freundlicher Zusammenarbeit mit Mamanuka. 

Acht Wünsche für deine Zweifach-Mama-Zeit!

Heute hab ich einen Beitrag von Judith, der Stadtmama, für euch! Sie ist (zusammen mit Birgit) die treibende Kraft hinter den Familienblogs in Österreich – hier ist einiges geplant, ihr dürft also gespannt sein! Judith hat aufgeschrieben, was sie mir für meine Zweifach-Mama-Zeit wünscht, vielen Dank liebe Judith!

babypause blog Mädchen

Liebe Ulli, du hast mich gefragt, ob ich einen Gastbeitrag für dich schreiben kann, denn du möchtest eine kleine Babypause machen. Eine super Idee, finde ich. Babypause klingt gut. Das ist etwas, was ich schwer vernachlässigt habe: Pausen zu machen.

Gerade beim zweiten Kind hätte ich es bitter nötig gehabt, mußte das Bedürfnis aber ignorieren, weil mein Mann so viel gearbeitet hat. Dabei wäre es so wichtig gewesen, auch mal eine Pause zu machen. Wie auch immer es bei mir war (das ist eine andere Geschichte) – jetzt geht es um dich. Deshalb habe eine kleine Liste aus Dingen für dich zusammengestellt, die ich beim zweiten Kind gelernt habe und gebraucht hätte. Die schick ich dir mit vielen digitalen Küssen und Umarmungen, da wir uns erst nach der Geburt wieder sehen werden.

  1. Ich wünsche dir ein wenig Zeit für Pausen. Was bei einem Kind noch superleicht zu managen ist, wird zwei Zwergen zur Herausforderung. Denn braucht das eine dich gerade nicht, kommt das andere angelaufen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal untertags einmal durchatmen konnte, wenn beide zu Hause waren.
  2. Ich wünsche dir Nerven aus Stahl. Oder noch besser: Gold. Das rostet nicht und muss nur gelegentlich wieder aufpoliert werden. Zwei Kinder sind eine Herausforderung. Glaube niemandem, der dir weiß machen möchte, das zweite läuft mit. TUT ES NICHT!
  3. Ich wünsche dir die besten und erholsamsten Tiefschlafphasen, die du bekommen kannst. Viele werden es in nächster Zeit nicht sein, deshalb hol das Beste raus!
  4. Ich wünsche dir Ausgeglichenheit. Jede Menge. Nummer Eins hatte bei uns die Angewohnheit, mich zu piesacken, wenn ich gerade die kleine Baby-Schwester Schlaf-Stillen wollte. Das Baby hat geweint, die große Schwester im kleinen Zimmer freudig herumgekreischt. Mehr Ruhe hätte mir da nicht geschadet. Ich sage nur „OOOOOOOOOHM!“ Du machst doch Yoga, oder? ;)
  5. Ich wünsch dir, dass du gesund bleibst. Klingt abgedroschen, aber du weißt ja, wie das ist. Als kranke Kleinkindmama hat man mit einem Virus an der eigenen Backe einfach echt Pech gehabt.
  6. Ich wünsche dir so viel Freude mit dem neuen Erdenmenschen, wie wir sie auch gehabt haben. Achtung, Kitsch-Alarm, denn: auch wenn die erste Zeit sooooo anstrengend ist, sie ist einfach so wundervoll und geht beim zweiten noch schneller vorbei als beim ersten.
  7. Ich wünsche dir viel Kraft. Superheldinnen-Kraft. Du hast jetzt zwei Kinder, die rumgetragen werden wollen. Ich hoffe, du hast schon vor Monaten angefangen beide Oberarme zu trainieren. ;)
  8. Und zuletzt: Fühl dich als Superheldin! Du wirst mit Sicherheit ganz easy beide Zwerge schaukeln. Sie werden dich lieben, anhimmeln und nerven und trotzdem schlaft ihr alle am Ende vom Tag zufrieden und glücklich ein.

Alles Liebe für die erste Zeit! Ich denke an dich! Judith

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Was braucht man für das zweite Kind?

Na gut, der Titel ist ein bisschen hoch gegriffen, ich sag euch heute nur, was wir für das zweite Kind gekauft haben :-) Es ist nämlich so: jeder braucht etwas anderes, denn jeder findet etwas anderes sinnvoll!! Der eine möchte unbedingt einen Kinderwagen, jemand anders kommt auch mit einem Tragetuch gut aus. Viele stillen, und brauchen daher gar kein Fläschchen, andere wollen oder können nicht stillen und brauchen dann allerlei zum Fläschchen machen.

Wir hatten von Oliver eigentlich noch alles und sogar das Gewand, das wir damals ausgeborgt hatten, haben wir nun von anderer Stelle (Stichwort Mädchenmama :-)) bekommen – dh. unsere Kleine wird teilweise ganz andere Sachen an haben als Oliver, alles wird sich neu anfühlen, und wir haben (fast) nix davon selbst kaufen müssen. Ein paar Dinge mussten wir aber dennoch anschaffen, und heute verrate ich euch welche:

was man fürs zweite baby braucht

1. Geschwisterbrett Kinderwagen
Das erste, das wir gekauft haben, war ein Geschwisterbrett für unseren Kinderwagen. Wir haben den Stokke Xplory (weil der damals im Ökotest Sieger war, und superstylish ist, daher kam für mich kein anderer in Frage), für den es nur das Original von Stokke gibt. Für andere Kinderwägen gibt es teilweise sogar mehrere Optionen.

2. Mitwachsender Hochstuhl Stokke Steps*
Schon ich hab als Kind einen Stuhl von Stokke gehabt – den klassischen Trip Trap. Bei Oliver haben wir uns dann für das neuere Modell, den Steps entschieden, da mein Mann meinte, der schaut einfach bequemer aus. Wir haben auch das Babyset dazu und die Babywippe, daher war es nur logisch, auch für die kleine Schwester einen Stokke Steps zu besorgen. So kann sie von Anfang an mit bei uns am Tisch sitzen (bzw. anfangs mehr liegen) und ihren großen Bruder beim Essen beobachten!

3. Nachtlicht
Oliver hat eine Schildkröte als Nachtlicht, die Sterne an die Decke projiziert (diese hier). Die leuchtet zwar nicht die ganze Nacht, aber doch ab und zu wenn wir schlafen gehen, und die wollte ich ihm nicht weg nehmen. Daher hat die kleine Schwester ein eigenes Nachtlicht bekommen – diese kleine Wolke hier.

4. Babydecke
Für Oliver hab ich damals eine Babydecke nähen lassen, riesengroß, damit er sie später auch mal verwenden kann. Das fand ich dann im Endeffekt gar nicht so praktisch, daher ist diesmal eine normale, kleine bei uns eingezogen. Sie ist von Peppa Grace.

5. Babyflasche Lifefactory
Nachdem Oliver kein Fläschchen wollte, bin ich gar nicht sicher, wie das diesmal sein wird. Wir haben damals alle möglichen ausprobiert, jedoch alle aus Plastik. Er hat mittlerweile eine Glasflasche von LifeFactory (diese hier), und nachdem es da auch Babyflaschen gibt, probieren wir das einfach mal aus.

Windeln in Babygröße hab ich jetzt gar nicht in die Collage eingefügt, aber klar, die braucht man auch. Wir haben wieder den Windelgutschein der Stadt ausgenützt und ein paar neue Stoffwindeln gekauft (in der Stoffwindel-Welt der sehr sympathischen Eva!), bin schon sehr gespannt, wie die sich im Praxistest entwickeln (und werde darüber berichten!!)

Gewand hab ich oben schon erwähnt – hier wird beim zweiten Kind mit Sicherheit schon etwas vorhanden sein, ein bisschen was kann man vielleicht ausborgen und ev. ein paar Teile selbst kaufen, und schon ist die Garderobe fertig.

Ihr seht also, viel braucht man eigentlich nicht für ein zweites Kind – die meisten Dinge sind einfach ein „Bonus“. Wie war das bei euch, habt ihr viel eingekauft beim zweiten Mal? Was seht ihr als unabdingbar an?

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*Der zweite Stuhl wurde uns freundlicherweise von Stokke zur Verfügung gestellt, alle anderen Produkte haben wir jedoch bezahlt und hätten ihn sowieso gekauft, weil uns die Marke einfach zusagt. Dieser Beitrag enthält auch Affiliate Links – dh, wenn ihr über diese einkauft, erhalte ich einen Mini-Prozentsatz, ihr zahlt allerdings nicht mehr deswegen.

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